Für faire Löhne: An der Ulmer Uniklinik wird wieder gestreikt

Klatschen war gestern

Die Gewerkschaft ver.di ruft wieder zu Warnstreiks an der Ulmer Uniklinik auf. Und das sind die Gründe.

Verdi ruft wieder zu Warnstreiks an der Ulmer Uniklinik auf. Die Gewerkschaft will damit vor der dritten und vorerst letzten Verhandlungsrunde am 1. Dezember nochmal Druck machen. Eine angebotene Einmalzahlung wäre frech – eine dauerhafte Erhöhung müsse her, wie es aus Verdi-Kreisen heißt. Gestreikt werden soll von Montag bis Donnerstag (28.11. bis 01.12.2022). Mit der Uniklinik Ulm streiken auch die Uniklinika Tübingen, Freiburg und Heidelberg.

Werden nicht-pflegerische Bereiche ignoriert?

An der Uniklinik Ulm soll teils überdurchschnittlich bezahlt werden, wie es heißt. Das gilt aber nicht für alle nicht-pflegerischen Bereiche. Und dn den Uniklinika in Baden-Württemberg gibt es eben nicht nur Ärzte und Pfleger, sondern auch Physiotherapeuten, Labormitarbeitende oder Erzieherinnen. Und irgendwann kann dauerhafte Überbelastung durch alle Berufsgruppen an einer Klinik auch deren Patienten gefährden. Das wird zwar nicht ausgesprochen, geht uns aber spätestens dann alle an.

Wo ist die Wertschätzung für den Pflegeberuf?

Klatschen war also gestern. Wertschätzung im Pflegeberuf – danach darf man heute suchen. Auch wenn hier ganze Teams 24 Stunden 7 Tage für uns, die Bevölkerung, da sind. Und ganz vorbei ist die Pandemie noch nicht. Corona-Patienten bedeuten weiterhin sehr viel mehr Arbeit in der Pflege.

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DONAU 3 FM Reporter Paolo Percoco hat über den anstehenden Warnstreik mit Jana Langer, Personalrätin und Fachpflegerin an der Uniklinik Ulm, gesprochen.

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