Die angeschlagene Warenhauskette Galeria bekommt für ihre weitere Sanierung eine neue Kreditlinie von bis zu 160 Millionen Euro. Das Geld kommt von der US-Investmentgesellschaft Gordon Brothers und ist durch Warenbestände von Galeria abgesichert. Nach dpa-Informationen sollen im Zuge der Sanierung aber auch weitere Standorte geprüft werden. Rund 30 der aktuell 83 Filialen gelten demnach als gefährdet. Eine konkrete neue Schließungsliste liegt bislang nicht vor.
Für die Galeria-Filiale in Ulm gibt es aktuell keine bestätigte Schließungsankündigung. Auch für Memmingen ist bislang nicht bekannt, dass der Standort von möglichen neuen Schließungen betroffen wäre. Beide Häuser sind auch weiter im offiziellen Galeria-Filialfinder aufgeführt: Ulm in der Bahnhofstraße 5, Memmingen am Königsgraben 3.
Im Allgäu gab es bereits eine Galeria-Schließung: Der Standort Kempten ist seit Januar 2024 dicht. Diese Schließung gehörte zur früheren Sanierung nach der damaligen Galeria-Insolvenz und nicht zur jetzt neu diskutierten Runde. Galeria verweist für Kempten inzwischen selbst auf die nächstgelegene Filiale in Memmingen.
Für Ulm und Memmingen bleibt die Lage damit vorerst offen. Beide Warenhäuser sind wichtige Anlaufpunkte in ihren Innenstädten. Eine mögliche Schließung würde Beschäftigte treffen und könnte weitere Lücken im regionalen Einzelhandel reißen. Aktuell gilt aber: Es gibt keine bestätigte Schließung für Ulm oder Memmingen, aber auch noch keine endgültige Entwarnung.