Schon wieder schlechte Nachrichten für Galeria! Die Warenhauskette hat am Freitag (2. Oktober) beim Amtsgericht Düsseldorf erneut Insolvenz beantragt. Es ist bereits die vierte Pleite seit 2020. Betroffen sind alle 83 verbliebenen Filialen in Deutschland – darunter auch die Kaufhäuser in Ulm und Memmingen.
Für Kunden ändert sich erstmal nichts: Beide Kaufhäuser bleiben vorerst geöffnet. Wie es langfristig weitergeht, ist allerdings offen.
Die Galeria-Filiale in Memmingen steht schon seit Juli auf einer Liste mit bundesweit 33 Standorten, deren Zukunft überprüft wird. Das Unternehmen wollte unter anderem mit Vermietern über günstigere Mieten verhandeln. Gibt es keine Einigung, könnte das Kaufhaus schließen.
Die Ulmer Filiale stand bislang nicht auf dieser Liste. Ob sie von möglichen Schließungen betroffen sein könnte, ist derzeit unklar.
Für die Beschäftigten beginnt erneut eine Zeit voller Unsicherheit. Bundesweit sind rund 12.000 Menschen betroffen, allein in Baden-Württemberg arbeiten etwa 1.500 Menschen in den zwölf verbliebenen Filialen. Die Gewerkschaft Verdi kritisiert die Situation scharf und wirft Galeria schwere Managementfehler vor. Sie fordert schnelle Klarheit für die Mitarbeiter.
2020, 2022, 2024 und jetzt 2026: Die Warenhauskette steckt seit Jahren in finanziellen Schwierigkeiten. Schon im Sommer wurden zahlreiche Filialen auf ihre Wirtschaftlichkeit überprüft. Warum Galeria jetzt erneut Insolvenz beantragt hat, ist bislang nicht genau bekannt. Auch wie viele Kaufhäuser möglicherweise schließen müssen, steht noch nicht fest.
Für die Filialen in Ulm und Memmingen bleibt die Zukunft damit ungewiss.