In Heidenheim geht die Stadt weiter gegen illegales Glücksspiel vor. Arndt Borgmann hat in seinem ersten Jahr bei der Stadt 43 illegal betriebene Spielautomaten festgestellt und beschlagnahmt. Nach der Beweissicherung werden die Geräte zerstört – ziemlich handfest mit Vorschlaghammer und schwerem Gerät.
Bevor ein beschlagnahmter Automat auf dem Schrott landet, wird er technisch ausgewertet. Seriennummern und andere Daten können Hinweise darauf liefern, woher das Gerät stammt, wer es aufgestellt hat und wie lange es betrieben wurde.
Erst danach wird der Automat endgültig unbrauchbar gemacht. Arndt Borgmann greift dafür auch selbst zum Vorschlaghammer. Bei einer Aktion rückte sogar Heidenheims Oberbürgermeister Michael Salomo mit einem Bagger an und zerstörte einen der beschlagnahmten Automaten.
Hinter den spektakulären Bildern steckt ein ernster Grund. Bei illegalen Spielautomaten greifen wichtige Schutzregeln für Spieler nicht. Anders als bei zugelassenen Geräten können vorgeschriebene Grenzen und Pausen umgangen werden. Unter den sichergestellten Geräten befinden sich außerdem manipulierte Automaten und technisch unsichere Selbstbauten.
Wie viele illegale Spielautomaten tatsächlich noch in Heidenheim und Umgebung stehen, lässt sich nicht verlässlich sagen. Die Stadt will deshalb weiter kontrollieren. Dabei arbeitet sie unter anderem mit Polizei, Zoll, Landratsamt und Justizbehörden zusammen.
Für illegale Zock-Automaten heißt es in Heidenheim damit auch künftig im Zweifel: Game Over!
Die Polizei Ulm und die Stadt Heidenheim haben dazu ein Video veröffentlicht. Hier könnt ihr es direkt anschauen.