Gefährliche Klima-Aktion am Ulmer Münster: Aktivisten und Kirche einigen sich außergerichtlich

Banneraktion

Klimaaktion am Ulmer Münster endet außergerichtlich: Die Aktivisten müssen die entstandenen Kosten von 3000 Euro zahlen. Im Gegenzug nimmt die Münstergemeinde alle Anzeigen und Forderungen zurück.

Anfang Juli 2024 sorgten Klimaaktivist/-innen bundesweit für Aufsehen, als sie ein großes Banner mit der Frage „Wäre Jesus Klimaaktivist?“ am Ulmer Münster befestigten. Die Aktion war riskant: Der sensible Sandstein des Bauwerks wurde dabei gefährdet, eine Hebebühne musste die Kletternden schließlich bergen.

Reaktionen der Kirchengemeinde und der Öffentlichkeit

Die provokante Aktion löste Diskussionen über die Rolle von Kirchen im Klimaschutz aus. Zahlreiche Kirchengemeinden in Schwaben griffen die Frage auf, organisierten Podiumsdiskussionen, Gesprächsabende und Gottesdienste.

Die Aktion stieß aber auch auf viel Kritik, weil Kletteraktionen am sensiblen Sandstein des Ulmer Münsters als gefährlich und rücksichtslos gegenüber dem historischen Bauwerk und den Einsatzkräften und Behörden angesehen werden.

Außergerichtliche Einigung beendet Streit

Nach monatelanger juristischer Unsicherheit haben sich die Aktivist/-innen und die Ulmer Münstergemeinde nun geeinigt. Die Aktivisten zahlen 3000 Euro für Hebebühne und Anwaltskosten. Im Gegenzug zieht die Kirche alle Strafanzeigen und Schadenersatzforderungen zurück – die juristische Auseinandersetzung ist damit beendet.

Das könnte Dich auch interessieren

27.11.2025 Neue Krippe im Ulmer Münster: Ruhe statt Kontroverse Zum ersten Advent präsentiert das Ulmer Münster eine neue Weihnachtskrippe, die der Söflinger Krippenverein leihweise zur Verfügung stellt. Die orientalisch geprägte Krippe von Helmut Reischl aus Dornstadt, geschnitzt im Jahr 1995, setzt auf eine klassische, besinnliche Darstellung der Weihnachtsgeschichte und lädt zu stiller Andacht ein. Der Wechsel folgt auf die Rückgabe der bisherigen Krippe von 10.07.2025 Stadt Langenau greift durch: Eskalation vor Kirche zwingt Verwaltung zum Handeln Nach den nicht enden wollenden antisemitischen Anfeindungen vor der Martinskirche in Langenau und einem eskalierenden Vorfall am vergangenen Sonntag kündigt die Stadt jetzt Konsequenzen an. Eine Allgemeinverfügung, die weitere Protestaktionen unterbinden soll, steht kurz bevor. Medienberichten zufolge will Bürgermeisterin Daria Henning die Regelung noch vor Sonntag in Kraft setzen – damit wäre der Gottesdienst rechtlich 15.01.2026 Essen und Gemeinschaft: Die 31. Ulmer Vesperkirche ist eröffnet Seit heute, 15. Januar öffnet die Ulmer Pauluskirche in der Frauenstraße wieder ihre Türen für die 31. Ulmer Vesperkirche – noch bis 11. Februar können hier Menschen jeden Alters und aller Einkommensschichten eine warme Mahlzeit genießen. Bedürftige erhalten auf Wunsch Gutscheine. Rund 350 Ehrenamtliche sorgen dafür, dass Essen von der Firma Gastromenü frisch serviert wird, 10.12.2025 Kinder- und Jugendchöre: Traditionelle Krippenkurrende im Ulmer Münster am Samstag Am Samstag, 13. Dezember, findet im Ulmer Münster wieder die traditionelle Krippenkurrende statt – ein besonderes Krippenspiel mit Musik. Um 16 und 17 Uhr erzählen die Kinder- und Jugendchöre die Weihnachtsgeschichte mit beliebten Liedern und bringen so die festliche Stimmung in den Chorraum. Seit rund 60 Jahren beginnt die Aufführung in der Turmhalle und zieht