Geisterlehrer-Skandal: GEW fordert schnellere Aufklärung und transparentes Konzept

Systemfehler

Nach dem „Geisterlehrer-Skandal“ fordert die GEW, dass die fast 1.500 durch eine IT-Panne „verschwundenen Lehrerstellen“ in Baden-Württemberg noch in dieser Amtszeit an die Schulen zurückgegeben werden müssen.

Nach dem sogenannten „Geisterlehrer-Skandal“ fordert die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), dass die fast 1.500 durch eine IT-Panne „verschwundenen“ Lehrerstellen noch in dieser Amtszeit an die Schulen zurückgegeben werden. Die GEW betont, dass bereits bis Weihnachten ein transparentes Konzept vorliegen müsse, wie die eingesparten Stellen tatsächlich ersetzt werden.

Kultusministerin Theresa Schopper kündigte an, dass der Skandal aufgearbeitet werde, die entsprechenden Beschlüsse im Landtag sollen jedoch erst im Februar fallen. GEW-Landeschefin Monika Stein unterstrich, dass die Verzögerung für Schüler/-innen, Lehrkräfte und Eltern problematisch sei.

Fehler im System

Hintergrund: Fast 20 Jahre lang wurden knapp 1.500 Lehrerstellen in Baden-Württemberg nur auf dem Papier geführt. Erst im Sommer dieses Jahres fiel auf, dass die Stellen tatsächlich unbesetzt waren – ein Fehler, der bundesweit Schlagzeilen machte. Die GEW fordert nun nicht nur eine rasche Besetzung der Stellen, sondern auch eine transparente Aufarbeitung und klare Maßnahmen, damit solche Fehler künftig vermieden werden.

Die Gewerkschaft setzt sich zudem dafür ein, dass der Zusatzbedarf, zum Beispiel durch G9 oder die Vertretungsreserve, nicht aus den „verschwundenen Stellen“ gedeckt, sondern separat finanziert wird. Ziel ist es, die Unterrichtsversorgung für die rund 1,5 Millionen Schüler/-innen in Baden-Württemberg langfristig zu sichern.

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