Geldstrafen für Kita-Mitarbeiterinnen nach Tod eines Zweijährigen

Weil ein zwei Jahre alter Junge während eines Kita-Ausflugs in einem Kanal ertrunken ist, sind zwei Mitarbeiterinnen der Einrichtung im Allgäu zu Geldstrafen verurteilt worden.




Die Strafbefehle des Amtsgerichts Memmingen wegen fahrlässiger Tötung seien mit Verstreichen der Einspruchsfrist am Dienstag rechtskräftig geworden, sagte ein Gerichtssprecher am Mittwoch. Zur Höhe der Geldstrafen machte er keine Angaben.

Das war damals passiert

Die Kita-Gruppe besuchte Ende März Polizeiangaben zufolge einen Spielplatz in Mindelheim (Kreis Unterallgäu), als der Zweijährige eine Absperrung am Kanal durchstieg und ins Wasser fiel. Der Junge starb.

Aufsichtspflicht vernachlässigt

Die 26-Jährige und die 40-Jährige waren dabei nach Auffassung der Staatsanwaltschaft Memmingen ihrer Aufsichtspflicht nicht ausreichend nachgekommen. Anfangs hatte die Behörde auch gegen einen Mann ermittelt, der bei dem Kita-Ausflug dabei war. Allerdings habe es sich dabei um einen Praktikanten gehandelt.

Den Mann habe «keine strafrechtlich relevante Aufsichtspflicht» getroffen.

Das könnte Dich auch interessieren

22.09.2025 Schwaben: LKA gelingt Schlag gegen Geldautomaten-Sprenger Laut LKA stehen sie im Zusammenhang mit einer Gruppe, die mutmaßlich für mindestens sechs Sprengungen verantwortlich ist, davon fünf in Bayern und eine im sächsischen Zwickau. Zwei Verdächtige wurden am 1. August im Zwickau festgenommen, ein dritter ist noch flüchtig. Das LKA geht davon aus, dass die Bande noch weitere Taten begangen hat.  Zündschnur in 29.08.2025 Kreis Unterallgäu: aufgefundene Leiche ist vermisste 36-jährige Das hat die am Freitag durchgeführte Obduktion ergeben. Dringend tatverdächtig ist ihr Lebensgefährte. Der 38-jährige hat nach Polizeiangaben ein Geständnis abgelegt. Gegen ihn erging Haftbefehl wegen des Verdachts des Totschlags. Der Mann sitzt bereits in U-Haft. Die Ermittlungen der Kripo Memmingen dauern an. 10.02.2026 Kümmerer-Netzwerk für Storchennester in Schwaben Im Unterallgäu wurden im Jahr 2025 insgesamt 99 Weißstorch-Brutpaare in sechs Kolonien gezählt. Damit gehört der Landkreis zu den Regionen Schwabens mit besonders hohem Storchenbestand. Für den Artenschutz ist das erfreulich, doch Nester an unpassenden Stellen können schnell zu Problemen für Anwohner werden. Der Storch kommt geflogen In den kommenden Wochen beginnen die Störche wieder 07.08.2025 Neu-Ulm: Suche nach siebenjährigem Kind endet mit Happy-End Nachdem ein siebenjähriges Kind vermisst wurde, startete die Polizei eine größere Suchaktion. Unverzüglich wurden zahlreiche Einsatzkräfte und Streifen des kommunalen Ordnungsdienstes der Stadt Neu-Ulm mobilisiert, um intensive Suchmaßnahmen durchzuführen. Ein Polizeihubschrauber war bereits im Anflug, konnte dann aber wieder abdrehen. Ein aufmerksamer Anwohner hatte das vermisste Kind in seinem Garten entdeckt. Es wurde wenig später