Die Generation Z macht mobil! Unter dem Motto „Gen Z regelt“ wollen am Samstag (31. Oktober) junge Menschen in zahlreichen deutschen Städten auf die Straße gehen. Auch in Bayern und Baden-Württemberg sind Demonstrationen angekündigt.
Unter anderem sind Proteste in Augsburg, München, Nürnberg und Regensburg geplant. Die jungen Demonstranten fordern mehr Klimaschutz, bessere Bildung und soziale Gerechtigkeit. Außerdem richten sich die Proteste gegen hohe Lebenshaltungskosten und die Wehrpflicht.
Auf der Internetseite der Initiative haben Tausende ihre Teilnahme angekündigt. Allein in München waren es zuletzt mehr als 7.700, in Nürnberg über 5.500. Wie viele Menschen tatsächlich demonstrieren werden, ist allerdings noch völlig offen.
Händler haben Angst vor Ausschreitungen
Nach gewalttätigen Protesten und Plünderungen in Frankreich sind einige Einzelhändler im Südwesten alarmiert. In Karlsruhe überlegen Geschäfte, am Samstag früher zu schließen. In Freiburg wollen manche Händler ihre Sicherheitsvorkehrungen verstärken. Ein Juwelier plant sogar, seine Schaufenster vorsorglich leer zu räumen.
Auch in Ulm beschäftigt das Thema die Geschäfte. Nach bisherigen Angaben wollen unter anderem Sport Sohn, Reischmann und Shoetown Werdich ganz normal öffnen. Die Händler hoffen auf friedliche Demonstrationen und rechnen mit einer stärkeren Polizeipräsenz.
Polizei bereitet sich auf Proteste vor
Die Polizei beobachtet die Lage genau und bereitet sich auf die Demonstrationen vor. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann rechnet nach aktuellem Stand nicht mit Ausschreitungen wie in Frankreich. Konkrete Aufrufe zu Gewalt oder geplanten gewalttätigen Aktionen liegen den Sicherheitsbehörden dort bislang nicht vor.
Auch die Initiative „Gen Z regelt“ distanziert sich nach eigenen Angaben von Gewalt. Ob die Demonstrationen überall friedlich verlaufen, wird sich am Samstag zeigen.