Bei einer großen Kontrolle in Ulm hat die Polizei gleich mehrere gefährlich schnelle E-Scooter entdeckt. Einige der Roller waren offenbar per Software manipuliert und konnten dadurch Geschwindigkeiten von bis zu 72 km/h erreichen. Besonders im Fokus standen Schüler am Schulzentrum Kuhberg.
Die Beamten kontrollierten zur Schulzeit vor allem Jugendliche, die mit ihren E-Scootern zum Schulzentrum Kuhberg unterwegs waren oder von dort kamen. Auch an anderen Stellen im Ulmer Stadtgebiet fanden Kontrollen statt. Insgesamt nahm die Polizei 29 E-Scooter und zwölf motorisierte Zweiräder genauer unter die Lupe. Dabei kamen zahlreiche Verstöße ans Licht.
Bei 19 kontrollierten Fahrzeugen war die Betriebserlaubnis erloschen. In zehn Fällen war offenbar die Software der E-Scooter manipuliert worden. Dadurch konnten die Roller deutlich schneller fahren als erlaubt, teilweise bis zu 72 km/h.
Das hat auch rechtliche Konsequenzen: Die manipulierten Roller gelten nicht mehr als gewöhnliche E-Scooter, sondern als Kraftfahrzeuge, für die eine entsprechende Fahrerlaubnis erforderlich ist. Weil die Jugendlichen diese nicht hatten, leitete die Polizei zehn Strafverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis ein. Versichert waren die meisten Roller auch nicht.
Bei den Kontrollen entdeckte die Polizei außerdem zwei Fahrten unter Drogeneinfluss. Gegen die Betroffenen wurden entsprechende Verfahren eingeleitet. Bei minderjährigen Fahrern informierte die Polizei auch die Eltern.
Die Polizei kündigt weitere Kontrollen im Ulmer Stadtgebiet und rund um Schulen an. Diese sollen sowohl angekündigt als auch unangekündigt stattfinden.