Gewalt im Amateurfußball Bayerns weiter unter Bundesschnitt

Mit 81 Spielabbrüchen und 444 Störungen gibt es in Bayern ähnlich viele Gewalt- und Diskriminierungsfälle wie im Vorjahr. Der Bayerische Fußball-Verband appelliert weiter an die Amateursportler.

Im bayerischen Amateurfußball kommt es weiterhin seltener zu Gewalt und Diskriminierung als im bundesweiten Vergleich. Die Zahlen lagen in der vergangenen Saison auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr, wie der Bayerische Fußball-Verband (BFV) aus dem «Lagebild Amateurfußball» des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) mitteilt.

In der Saison 2024/25 kam es demnach in 187.000 Amateurpartien zu 444 Fällen von Gewalt und Diskriminierung. 81 Spiele mussten abgebrochen werden. Bei den Störungen entspricht das einem Anteil von 0,24 Prozent, bei den Spielabbrüchen von 0,04 Prozent. Laut BFV liegen diese Werte in beiden Fällen unter dem Bundesschnitt.

«Auch wenn die Zahlen weiterhin niedrig sind, zeigen sie doch eines ganz klar: Es gibt immer noch ein paar Wenige, die auf unseren Plätzen die rote Linie im Miteinander überschreiten», äußerte BFV-Präsident Christoph Kern.

Fast alle Spielabbrüche im Männer- und Jungenbereich

Die Zahlen im DFB-Bericht gehen auf elektronische Meldungen der Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter zurück. In Bayern ereigneten sich die Spielabbrüche demnach knapp zur Hälfte im Männerfußball, die andere Hälfte im Juniorenbereich der Jungen. Bei den Mädchen gab es einen Spielabbruch, im Frauenfußball keinen.

Der BFV appelliert, Haltung gegenüber Gewalt und Diskriminierung zu zeigen. «Unsere Sportplätze sind kein rechtsfreier Raum – wer Respekt und Anstand vermissen lässt, hat in unserer Fußballfamilie nichts verloren», sagte Kern.

Der BFV weist darauf hin, dass Gewalt und Diskriminierung bei Amateurspielen von Bewährungsstrafen bis hin zum Ausschluss aus dem Verband führen kann. Seit Februar 2024 arbeitet der Verband zudem mit der Generalstaatsanwaltschaft München zusammen. Bislang seien dabei 13 Fälle zur strafrechtlichen Verfolgung weitergereicht worden.

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