Gewaltopferambulanz am Universitätsklinikum Ulm bekommt Unterstützung vom Land

Wichtiger Schritt für zur Gewaltopferbetreuung

Die Landesregierung von Baden-Württemberg hat mit mehreren Universitätskliniken im Bundesland Verträge zur Kostenübernahme bei der verfahrensunabhängigen Spurensicherung für Gewaltopfer abgeschlossen.

Die Maßnahme zur verfahrensunabhängigen Spurensicherung bei Gewalttaten, die an den Universitätskliniken Ulm, Freiburg, Heidelberg und seit kurzem auch in Stuttgart verfügbar ist, stärkt den Opferschutz immens. Nach den Missbrauchsfällen der letzten Tage ist der Zusammenschluss ein wichtiges Zeichen im Kampf gegen Gewaltverbrechen.

Finanzielle Absicherung

Das Verfahren ermöglicht es Opfern von Gewalt, gerichtsverwertbare Beweise zu sichern, ohne sich sofort für eine Strafanzeige entscheiden zu müssen. Für viele Opfer stellt dieser Schritt besonders emotional eine Hürde dar. Sozial- und Gesundheitsminister Manne Lucha hebt die Bedeutung dieser Arrangements hervor, da sie den Opferschutz stärken und den Betroffenen eine wichtige Entscheidungshilfe in einem hochsensiblen Moment bieten. Die Initiative sieht vor, dass die Spurensicherung bei gesetzlich Versicherten von den Krankenkassen getragen und absolut vertraulich behandelt wird. Das soll vor allem die psychologische Belastung der Opfer verringern.

Wichtige Anlaufstelle in Ulm

Die kürzlich unterzeichneten Verträge mit den Unikliniken in Ulm und Freiburg erweitern das bestehende Netz aus Hilfsangeboten und festigen die Unterstützung für Opfer von Vergewaltigungen, sexueller Gewalt und Misshandlungen im gesamten Land. In Ulm freut man sich über die neue Lösung des Landes. „Ein niederschwelliger Zugang zu einer fachlichen Beratung und Betreuung sowie einer gerichtsverwertbaren Dokumentation von Verletzungen ist die Grundlage einer höheren Rechtssicherheit für Gewaltopfer in unserem Land. Durch die finanzielle Unterstützung vom Land Baden-Württemberg und nun auch von den Krankenkassen sind wir unserem Ziel einer flächendeckenden rechtsmedizinischen Versorgung wesentlich nähergekommen“, sagt Prof. Dr. Sebastian Kunz, Ärztlicher Leiter des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Ulm.

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