Damit hat dieser Arbeiter wohl nicht gerechnet! Bei Abrissarbeiten in einem unbewohnten Gebäude in der Dieterskircher Straße in Uttenweiler im Kreis Biberach ist am Freitagmorgen (2. Oktober) eine Weltkriegsgranate aus der Decke gefallen. Gegen 10:30 Uhr löste sich der Sprengkörper offenbar aus einer Zwischendecke und krachte aus rund zwei Metern Höhe auf den Boden.
Der Arbeiter verständigte sofort die Polizei.
Die Polizei rückte an und holte sich Unterstützung vom Kampfmittelbeseitigungsdienst. Die Experten stellten fest: Bei dem Fund handelt es sich um eine britische Schrapnellgranate aus dem Ersten Weltkrieg. Das Artilleriegeschoss ist rund 25 Zentimeter lang und hat einen Durchmesser von sechs Zentimetern. Der Zünder hatte vermutlich bereits zu Kriegszeiten ausgelöst. Eine Explosion gab es nicht.
Bereits um 11:15 Uhr konnte die Polizei Entwarnung geben. Die Granate wurde gesichert und auf ein nahegelegenes Polizeirevier gebracht. Die fachgerechte Entsorgung durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst wurde veranlasst.
Wie die Granate ursprünglich in die Zwischendecke gelangte, ist nicht bekannt.
Auch mehr als 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs tauchen immer wieder alte Kampfmittel auf. Durch Rost und andere Alterungserscheinungen können solche Fundstücke unberechenbar sein. Deshalb warnt die Polizei: Wer bei Bau- oder Abrissarbeiten auf verdächtige Munition stößt, sollte sofort die Arbeiten einstellen, den Bereich verlassen und andere vom Fundort fernhalten.
Anschließend unbedingt die Polizei verständigen.
Ganz wichtig: Verdächtige Sprengkörper niemals selbst anfassen oder bewegen!