Größtes Bauprojekt in Ulm: Mächtiger Riesenkran auf der B10-Baustelle geplant

Baustelle

Ein Kran so groß wie das Münster: So laufen die Ulmer B10-Bauarbeiten bis zur Landesgartenschau 2030!

In Ulm entsteht derzeit die größte Baustelle der Stadt: die umfassende Erneuerung der B10, quer durch das Stadtgebiet. Ziel ist es, die Hauptverkehrsader bis zur Landesgartenschau 2030 komplett zu modernisieren. Dabei kommt ab Februar 2026 ein gigantischer Kran zum Einsatz – fast so hoch wie das Ulmer Münster. Das berichtet jetzt der swr.

Neubau Wallstraßenbrücke startet 2026

Ein zentraler Bestandteil der Maßnahme ist der Neubau der maroden Wallstraßenbrücke. Die Arbeiten sollen im Januar 2026 beginnen und sich bis Ende 2029 erstrecken. Ab Mitte Februar wird ein 160 Meter hoher Kran installiert, um den westlichen Brückenteil Stück für Stück abzutragen. Zum Vergleich: Das Ulmer Münster misst 161 Meter.

Der Aufbau des Krans ist ein logistisches Großprojekt: Rund 14 Tage und mehrere hundert Lkw-Fahrten sind notwendig, um die Bauteile über die Blaubeurer Straße an ihren Platz zu bringen. Allein 50 Personen sind mit dem Aufbau der umfangreichen Gerüstkonstruktionen beschäftigt.

Präzision statt Sprengung

Da die Brücke direkt über den Bahngleisen nahe des Hauptbahnhofs liegt, ist eine Sprengung nicht möglich. Stattdessen wird die Konstruktion mit einer Seilsäge zerteilt. Die Krananlage hebt die einzelnen Brückenteile vorsichtig auf einen benachbarten Parkplatz, wo sie zerlegt und abtransportiert werden. Für den Abbruch steht nur ein Zeitfenster von acht Wochen zur Verfügung – gearbeitet wird rund um die Uhr, mit Ausnahme der Sonntage.

Das abgetragene Brückenmaterial wird vor Ort aufbereitet und für den weiteren Bau wiederverwendet. Eine Prüfung auf Schadstoffe wie Asbest ergab keine Auffälligkeiten – bei Betonbauten aus den 1960er Jahren ist das nicht selbstverständlich.

B10 wird Einbahnstraße

Die Wallstraßenbrücke durchquert als Teil der B10 die Stadt Ulm in Nord-Süd-Richtung. Viele Fernreisende nutzen die Strecke auch als Abkürzung. Bereits ab dem 29. November 2025 wird die B10 in Fahrtrichtung Süden gesperrt – der Verkehr kann dann nur noch nordwärts auf zwei Spuren rollen. Autofahrer Richtung Süden sollen auf den Berliner Ring und die Stuttgarter Straße ausweichen.

Nach dem Abriss der Wallstraßenbrücke über den Bahngleisen folgt bis April 2026 auch der Rückbau des Brückenteils daneben über dem Blaubeurer Tor. Dort liegt die Herausforderung im Schutz des historischen Forts unterhalb der Fahrbahn. Auch hier wird die Brücke in Einzelteilen abgetragen – per Seilsäge und Kran.

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