Großbrand in Ulmer Theaterlager: 42-Jähriger vor Gericht

Bei einem Feuer im Requisitenlager des Theaters Ulm werden tausende Kostüme zerstört. Nun beginnt der Prozess gegen einen Mann. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Brandstiftung mit Millionenschaden vor.

Rund neun Monate nach dem Feuer im Requisitenlager des Theaters Ulm steht ab heute (9.00 Uhr) der mutmaßliche Brandstifter vor Gericht. Laut Staatsanwaltschaft wollte sich der Obdachlose dafür rächen, dass er tags zuvor aus dem Gebiet verwiesen worden war. Zusammen mit anderen Wohnsitzlosen hatte sich der 42-Jährige in der Nähe der Halle ein Übernachtungslager eingerichtet. Bei dem Feuer im vergangenen Juni ist ein Millionenschaden entstanden.

Der mehrfach vorbestrafte Mann soll laut Anklage das Feuer an mehreren Stellen gelegt haben. Die Lagerhalle brannte fast vollständig aus. Es entstand ein Schaden von fünf Millionen Euro am Gebäude und von acht Millionen Euro am Inventar, so das Gericht.

27.000 Kostüme zerstört 

Seit 2013 hatte das Theater Ulm die ehemalige Paketposthalle am Bahnhof als Lager für den Fundus genutzt. Zudem waren dort zwei Probebühnen eingerichtet. Durch den Brand wurde der Großteil der dort gelagerten Requisiten sowie 27.000 Kostüme zerstört. Damit hat das Theater eigenen Angaben nach zwei Drittel des Bestandes verloren.

Der mutmaßliche Brandstifter sitzt seit Ende September in Untersuchungshaft. Das Landgericht hat insgesamt vier Verhandlungstage geplant. Ein Urteil soll demnach am 26. März kommen.

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