Biberach verleiht Isolde und Willi Liebherr die Ehrenbürgerwürde. Das hat der Gemeinderat beschlossen. Die Stadt würdigt damit die unternehmerischen Verdienste der Geschwister um die Firmengruppe Liebherr und ihre Bedeutung für Biberach.
Die Ehrenbürgerwürde ist die höchste Auszeichnung der Stadt. Isolde und Willi Liebherr führen das Familienunternehmen in zweiter Generation. In den 1970er Jahren stiegen sie gemeinsam mit ihrem Vater Hans Liebherr in die Unternehmensführung ein. Nach seinem Tod im Jahr 1993 übernahmen sie gemeinsam die Leitung der Firmengruppe.
Für Biberach ist Liebherr einer der wichtigsten Arbeitgeber in der Region. Allein im Landkreis Biberach arbeiten laut Stadt mehr als 10.000 Menschen für das Unternehmen. In der Region rund um Biberach produziert Liebherr an sieben Standorten unter anderem Krane, Bagger, Betonpumpen, Flugzeugkomponenten, Verzahnmaschinen, Maschinenkomponenten sowie Kühl- und Gefriergeräte.
Der Standort Biberach spielt in der Firmengeschichte eine wichtige Rolle. 1954 legte Unternehmensgründer Hans Liebherr dort den Grundstein für die langfristige Entwicklung und Produktion von Turmdrehkranen. Das Produktsegment hat bis heute seinen Hauptsitz in Biberach.
Oberbürgermeister Norbert Zeidler begrüßt die Entscheidung des Gemeinderats. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sei es nicht selbstverständlich, dass sich Unternehmen klar zum Standort Deutschland bekennen.
Isolde Liebherr ist erst die dritte Frau, die mit der Biberacher Ehrenbürgerwürde ausgezeichnet wird. Wann die Auszeichnung offiziell verliehen wird, steht noch nicht fest. Ein Termin für die öffentliche Verleihung wird noch abgestimmt, heißt es in einer Mitteilung.