Große Waldarbeiten bei Blaustein: Zahlreiche Wege werden gesperrt

Auf der Birkebene bei Blaustein stehen umfangreiche Waldarbeiten an. Zahlreiche Bäume müssen gefällt werden. Für Spaziergänger und Radfahrer bedeutet das größere Einschränkungen. Auch ein beliebtes Ausflugsziel ist betroffen.

Auf der Birkebene zwischen Blaustein und Herrlingen wird es in nächster Zeit ungemütlich für Spaziergänger und Radfahrer. ForstBW hat umfangreiche Waldarbeiten angekündigt. Dabei werden kranke Bäume gefällt, Waldränder ausgelichtet und ganze Waldflächen durchforstet. Während der Arbeiten müssen zahlreiche Wege gesperrt werden.

Kranke Bäume werden zur Gefahr

Vor allem den Eschen auf der Birkebene geht es schlecht. Viele sind von einem Pilz befallen, der die Bäume schwächt und zum Absterben bringen kann. In der Vergangenheit sind bereits mehrfach erkrankte Eschen plötzlich umgekippt und haben Wege blockiert. Damit die Forstarbeiter bei den Fällarbeiten möglichst sicher sind, sollen überwiegend Maschinen zum Einsatz kommen. An besonders steilen Hängen wird sogar Technik verwendet, die sonst im Hochgebirge zum Einsatz kommt.

Mehr Platz für Insekten und andere Arten

Neben der Sicherheit spielt auch der Naturschutz eine wichtige Rolle. Die Waldränder sollen offener gestaltet werden, damit mehr Sonnenlicht auf den Waldboden gelangt. Davon profitieren unter anderem Insekten und andere Arten, die auf lichtreiche Lebensräume angewiesen sind. Dabei kann es stellenweise nach ziemlich radikalen Eingriffen aussehen. Laut ForstBW ist die stärkere Auslichtung jedoch notwendig, um diese Arten gezielt zu fördern. Das neue Verfahren zur Waldrandpflege wird landesweit wissenschaftlich begleitet. Ein Teil des gefällten Holzes und viele Äste bleiben außerdem im Wald liegen. Sie bieten Lebensraum für Insekten und andere Arten, die Totholz besiedeln.

Karolinensteige gesperrt – auch der Tempel nicht erreichbar

Wer gerne auf der Birkebene spazieren geht oder mit dem Fahrrad unterwegs ist, muss sich während der Arbeiten auf größere Einschränkungen einstellen. Betroffen sind unter anderem Teile der Karolinensteige. Auch der sogenannte „Tempel“ ist während der Arbeiten nicht erreichbar. Die bisherige Umleitung des Geh- und Radwegs der Erwin-Rommel-Steige durch den Wald wird vorübergehend aufgehoben. Der Verkehr soll dann wieder über die Steige geführt werden können. Die Sperrungen bleiben bestehen, bis das gefällte Holz abtransportiert und die Wege wieder hergerichtet sind. Einen genauen Termin für den Beginn und das Ende der Arbeiten hat ForstBW bislang nicht genannt.

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