In einer mehrstündigen Aktion kontrollierte die Polizei in der Nacht zum Samstag zahlreiche Autofahrer. Auf der Bundesstraße 28 bei Senden überprüften die Beamten rund 400 Fahrzeuge. Grund für die Maßnahme waren wiederholte schwere, teilweise tödliche Unfälle. Diese wurden in der Vergangenheit oft durch Alkoholeinfluss verursacht. Die Einsatzkräfte deckten mehrere gravierende Verkehrsdelikte auf.
Die Verkehrspolizeiinspektion Günzburg hatte die Leitung des Einsatzes. Unterstützung kam von den Zentralen Einsatzdiensten Neu-Ulm. Auch die Autobahnpolizeistation Memmingen war beteiligt. Insgesamt waren rund 20 Beamte vor Ort. Die Autobahnmeisterei Vöhringen half bei der Verkehrsabsicherung. Sie sorgte für eine sichere Verlangsamung des Verkehrsflusses. Die Fahrzeuge wurden dann vereinzelt auf den Parkplatz „Hurrenhölzle“ geleitet. Für die stundenlange Kontrollaktion war dort ein Zelt aufgebaut. Mehrere Scheinwerfer leuchteten den gesamten Bereich hell aus. So konnten die Polizisten ihre Arbeit sicher durchführen.
Im Fokus der Kontrollen stand die Fahrtüchtigkeit der Fahrer. Die Beamten wurden bei drei Personen fündig. Ein 35-jähriger Mann fiel durch deutlichen Alkoholgeruch auf. Ein Test ergab bei ihm einen Wert von circa 0,7 Promille. Bei zwei weiteren Fahrzeugführern ergab sich ein anderer Verdacht. Die Beamten vermuteten einen Einfluss von Betäubungsmitteln. Für diese drei Personen endete die Fahrt an der Kontrollstelle. Sie wurden zur Durchführung einer Blutentnahme in ein Krankenhaus gebracht. Gegen alle drei wurde ein entsprechendes Bußgeldverfahren eingeleitet.
Ein besonderes Augenmerk legten die Einsatzkräfte auf Fahrzeugtuning. Dafür waren speziell geschulte Beamte der „Tuningkontrollgruppe“ vor Ort. Mit fachkundigem Blick entdeckten sie diverse unerlaubte Veränderungen. Einige Umbauten waren nicht nur unzulässig, sondern auch verkehrsgefährdend. Den Spezialisten fielen sofort billige Nachbauten teurer Originalfelgen auf. Zudem wurden mehrfach fehlende Gutachten für diverse Anbauteile beanstandet. Solche Veränderungen mit ungeprüften Fahrzeugteilen können die Sicherheit des Fahrzeugs stark beeinträchtigen.
Die Reaktionen der kontrollierten Verkehrsteilnehmer waren überwiegend positiv. Die meisten Autofahrer zeigten sich einsichtig und kooperativ. In vielen Fällen beließen es die Beamten bei einer mündlichen Verwarnung. Sie forderten die Fahrer auf, die festgestellten Mängel zu beseitigen. Danach durften diese ihre Fahrt ohne Verwarnungsgeld fortsetzen. Nur bei schwerwiegenden Verstößen griff die Polizei konsequent durch.