Grünkraut: Zahlreiche Kühe nach Großbrand verendet

Feuerwehrmänner verletzt

Bei zwei schweren Stallbränden in Ottershofen bei Grünkraut im Landkreis Ravensburg sind am Mittwochabend mehrere Feuerwehrleute verletzt worden. In einem der Gebäude verendeten zahlreiche Kühe.

Gegen 18.30 Uhr wurden die Rettungskräfte alarmiert, weil Flammen aus einem Stallgebäude schlugen. Freiwillige Feuerwehren aus den umliegenden Gemeinden rückten mit mehr als 200 Einsatzkräften an. Während der Löscharbeiten kam es im brennenden Gebäude zu mehreren Explosionen. Mehrere Feuerwehrleute erlitten dadurch Knalltraumata und mussten zum Teil in einer Klinik behandelt werden. Auch mehrere Einsatzfahrzeuge wurden beschädigt.

Zweiter Stall brennt nur 100 Meter entfernt

Gegen 19.15 Uhr wurde ein weiterer Brand gemeldet: Rund 100 Meter vom ersten Einsatzort entfernt stand ein zweites Stallgebäude in Flammen. Während sich im ersten Gebäude keine Tiere mehr befanden, verendeten im zweiten Stall zahlreiche Kühe. Die Feuerwehr konnte nach bisherigen Erkenntnissen verhindern, dass das Feuer auf benachbarte Wohnhäuser übergriff.

Unterstützung bekamen die Einsatzkräfte auch von Landwirten aus der Umgebung. Sie transportierten mit Güllefässern zusätzliches Löschwasser zu den brennenden Gebäuden. Die Löscharbeiten dauerten bis in die Nacht und sollten nach Angaben der Polizei voraussichtlich bis in die Morgenstunden weitergehen.

Bewohner vorsorglich evakuiert

In Ottershofen kam es während des Einsatzes zu einem kompletten Stromausfall. Die Bewohner wurden vorsorglich aus ihren Häusern gebracht und vom Rettungsdienst betreut. Insgesamt wurden 13 Menschen verletzt. Elf Feuerwehrmänner und ein Anwohner erlitten ein Knalltrauma, als eine Gasflasche explodierte. Ein weiterer Feuerwehrmann verletzte sich am Fuß. Außerdem kamen 22 Kühe und vier Kälber ums Leben.

Die genaue Brandursache ist noch unklar. Die Polizei hält es für möglich, dass Funkenflug vom ersten Brand das rund 100 Meter entfernte zweite Gebäude entzündet hat. Die Ermittlungen laufen. Der Schaden verläuft sich auf rund 2,5 Millionen Euro.

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