Grundwasser auf Tiefstand

Trinkwasser

Bayerns Grundwasserstände sind so niedrig wie seit Jahren nicht mehr. Auch in Ulm und der Region haben Flüsse und Bäche weniger Wasser.

Die anhaltende Trockenheit setzt Bayerns Wasservorräten immer stärker zu. Zum 3. August zeigten 84 Prozent der oberflächennahen Grundwassermessstellen und Quellen im Freistaat niedrige Werte. Bei den tieferen Grundwasservorkommen waren es 76 Prozent. Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Umwelt ist das der mit Abstand schlechteste Stand der vergangenen fünf Jahre. Auch rund um Ulm ist die Trockenheit deutlich zu spüren. Die Stadt Ulm und mehrere Landkreise in der Region haben deshalb die Entnahme von Wasser aus Flüssen, Bächen und Seen eingeschränkt oder verboten, Ausnahmen nur mit Genehmigung. Die Verbote sollen verhindern, dass sich die Lage in den Gewässern weiter verschärft.

Ulmer Trinkwasserversorgung ist gesichert

Auf das Trinkwasser in Ulm hat die aktuelle Trockenheit bislang keine direkten Auswirkungen. Wie die SWP berichtet, sieht Gerold Vogt, Fachgebietsleiter für Wasserversorgung bei den Stadtwerken Ulm/Neu-Ulm, derzeit keine Gefahr, dass das Wasser zeitweise abgestellt werden muss. Die Stadt befindet sich mit rund 120.000 Haushalten bei der Versorgung in einer vergleichsweise guten Lage. Das Ulmer Trinkwasser kommt aus dem Wasserschutzgebiet Rote Wand im Wiblinger Auwald.

Sparsamer Umgang bleibt wichtig

Unendlich sind die Ulmer Wasservorräte trotzdem nicht. Fehlende Niederschläge im Allgäu und weniger Schnee und Regen im Winter könnten langfristig auch die Wasserversorgung an Donau und Iller belasten. Bayernweit fehlt bereits seit Jahren Wasser für die Neubildung des Grundwassers. Zwischen 2003 und 2025 lag das durchschnittliche jährliche Defizit laut Landesamt bei rund 15 Prozent. Das nasse Jahr 2024 sorgte zwar vorübergehend für eine Erholung, diese hielt aber nicht an. Nach dem trockenen Jahr 2025 hat sich das Defizit wieder vergrößert. Wie stark sich Hitze und Trockenheit in diesem Jahr auf die Grundwasserneubildung auswirken, steht noch nicht fest. Ohne längere und ergiebige Regenfälle dürfte sich die angespannte Lage in Bayern zunächst nicht grundlegend verbessern.

Das könnte Dich auch interessieren

21.05.2026 Unikliniken in Baden-Württemberg: Neue Spannungen im Tarifstreit - auch Uniklinik Ulm betroffen An den Unikliniken in Baden-Württemberg gibt es neue Spannungen im Tarifstreit. Betroffen ist auch die Uniklinik Ulm. Nach Warnstreiks in Ulm, Freiburg, Heidelberg und Tübingen haben die Arbeitgeber den Tarifvertrag zum Rationalisierungsschutz gekündigt. Das berichten dpa und mehrere Medien übereinstimmend. Dieser Vertrag soll Beschäftigte bei Umstrukturierungen vor Nachteilen schützen. Dazu kann es zum Beispiel kommen, 30.10.2026 Arbeitslosigkeit in Baden-Württemberg und Bayern sinkt – doch die Lage bleibt angespannt Auf dem Arbeitsmarkt gibt es zumindest einen kleinen Lichtblick! Im Oktober 2026 ist die Zahl der Arbeitslosen in Baden-Württemberg und Bayern gesunken. Das zeigen die aktuellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. In Baden-Württemberg waren rund 299.660 Menschen arbeitslos. Das sind 2,1 Prozent weniger als im September. Die Arbeitslosenquote sank von 4,7 auf 4,6 Prozent. Auch 30.10.2026 Gen Z geht auf die Straße: Händler in Ulm und Bayern sorgen sich vor Protesten Die Generation Z macht mobil! Unter dem Motto „Gen Z regelt“ wollen am Samstag (31. Oktober) junge Menschen in zahlreichen deutschen Städten auf die Straße gehen. Auch in Bayern und Baden-Württemberg sind Demonstrationen angekündigt. Unter anderem sind Proteste in Augsburg, München, Nürnberg und Regensburg geplant. Die jungen Demonstranten fordern mehr Klimaschutz, bessere Bildung und soziale 29.10.2026 Blutreserven in Baden-Württemberg werden knapp: DRK ruft dringend zum Spenden auf Die Blutreserven in Baden-Württemberg und Hessen sind auf einem kritischen Stand. Laut dem Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) reichen die Vorräte derzeit für deutlich weniger als drei Tage. Eigentlich müssten Blutkonserven für vier bis fünf Tage auf Lager sein. Der Grund: Die erste Erkältungswelle und die Herbstferien sorgen dafür, dass weniger Menschen Blut spenden.