Wenn die Landesgartenschau 2029 in Günzburg ihre Tore öffnet, sollen sich auch ältere Besucher bei hohen Temperaturen möglichst sicher auf dem Gelände bewegen können. Dafür haben Wissenschaftlerinnen der Universität Ulm gemeinsam mit dem Günzburger Seniorenbeirat ein Konzept zum Hitzeschutz erarbeitet. Die Verantwortlichen wollen verhindern, dass Senioren wegen der Hitze auf einen Besuch verzichten müssen.
Das Konzept sieht verschiedene Maßnahmen vor, die bei den weiteren Planungen berücksichtigt werden sollen. Dazu gehören ausreichend Sitzgelegenheiten im Schatten, ein guter Zugang zu Trinkwasser und Mobilitätsangebote, mit denen sich längere Fußwege vermeiden lassen.
Außerdem sollen Besucher frühzeitig über mögliche Gesundheitsrisiken informiert werden. Auch das Personal und weitere Beteiligte sollen für den Umgang mit Hitze sensibilisiert werden. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsbereich, damit im Notfall schnell geholfen werden kann.
Die Initiative für das Projekt kam von vier Wissenschaftlerinnen des Instituts für Epidemiologie und Medizinische Biometrie der Universität Ulm. Gemeinsam mit dem Seniorenbeirat entwickelten sie Vorschläge, die nun in die weitere Planung der Landesgartenschau einfließen sollen. Zwar sind die Vorschläge vor allem auf die Bedürfnisse älterer Menschen ausgerichtet, letztlich könnten aber alle Besuchergruppen davon profitieren. Ob und in welchem Umfang die einzelnen Maßnahmen umgesetzt werden, steht noch nicht fest.