Günzburg: Tante fälscht Zeugnis ihres Neffen

Urteil gefallen

Eine 41-jährige Frau hat das Jahreszeugnis ihres Neffen manipuliert, um ihm den Übertritt auf die Realschule zu ermöglichen. Doch die Fälschung fiel sofort auf, und nun musste sich die Frau vor Gericht verantworten.

Die Leistungen des Schülers reichten nicht für den Übertritt an die Realschule. Doch seine Tante wollte das nicht akzeptieren und nahm das Jahreszeugnis selbst in die Hand, zu der Überzeugung kam das Gericht. Sie änderte die Noten so ab, dass sie den Anforderungen entsprachen. Als sie das gefälschte Dokument an der Dominikus-Zimmermann-Realschule in Günzburg vorlegte, flog die Manipulation jedoch schnell auf.

Auffällige Fehler entlarven die Fälschung
Der Schulleiter, der das Zeugnis begutachtete, bemerkte sofort Unstimmigkeiten. Das Design und Format des Dokuments entsprachen nicht dem Original, zudem fehlte die Zeugnisbemerkung – eine wesentliche Beurteilung des Schülers. Auch die Schulsekretärin erkannte Ungereimtheiten und informierte umgehend die Mittelschule, die den Betrug bestätigte.
Die Angeklagte verteidigte sich vor Gericht mit der Behauptung, das Zeugnis sei ihr so von ihrem Neffen gegeben worden. Zudem versuchte sie, den Schulleiter zu beschuldigen, sie unsanft aus dem Schulgebäude gedrängt zu haben. Doch die Zeugenaussagen widerlegten diese Darstellung.

Gericht spricht deutliche Worte
Die Staatsanwaltschaft forderte eine Bewährungsstrafe, während die Verteidigung auf eine Geldstrafe plädierte. Das Urteil: Eine mehrmonatige Haftstrafe auf Bewährung. Besonders ins Gewicht fiel, dass die 41-Jährige bereits vorbestraft war. Vor zwei Jahren hatte sie eine Geldstrafe wegen Körperverletzung und Beleidigung erhalten. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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