Günzburger Bauhof testet XXL-Schwerlast-E-Dreirad

Günzburg ist erste Modellkommune im Praxistest

2,70 Meter lang, 74 Kilo schwer und für bis zu 300 Kilo Gesamtgewicht ausgelegt: In Günzburg testet der Bauhof seit dieser Woche ein Schwerlast-E-Dreirad. Die Stadt ist damit die erste von 20 Modellkommunen im Bundesprojekt „RadiW“, die in die praktische Erprobung startet.

Wenn ihr in Günzburg unterwegs seid, könnte euch in den nächsten Wochen ein ziemlich ungewöhnliches Gefährt begegnen: Der städtische Bauhof testet ein Schwerlast-E-Dreirad für seine täglichen Einsätze. Das Fahrzeug ist 2,70 Meter lang, wiegt 74 Kilogramm und darf samt Fahrer und Ladung bis zu 300 Kilogramm auf die Waage bringen.

Günzburg ist erste Modellkommune im Praxistest

Die Ladefläche ist 1,50 Meter lang. Darauf können zum Beispiel Werkzeuge, Pflanzen, Substrat und andere Arbeitsmaterialien transportiert werden. Gedacht ist das Rad vor allem für kürzere Fahrten im Günzburger Stadtgebiet.

Ganz wie ein normales Fahrrad fährt sich das Schwerlast-Dreirad allerdings nicht. Bei den ersten Probefahrten stellten die Bauhof-Mitarbeiter fest, dass vor allem Lenkung und Fahrverhalten gewöhnungsbedürftig sind.

Hinter dem Test steckt das Bundesprojekt „RadiW – Das Rad im Wirtschaftsverkehr“. Insgesamt nehmen 20 Modellkommunen teil. Günzburg hat als erste von ihnen mit der praktischen Erprobung begonnen. Das Projekt soll herausfinden, für welche Aufgaben Lastenräder im kommunalen Wirtschaftsverkehr tatsächlich sinnvoll eingesetzt werden können. Die teilnehmenden Kommunen bekommen dafür unter anderem Lastenräder für eine Testphase zur Verfügung.

Stadt prüft eine eigene Anschaffung

Für Günzburg kommt der Test zum passenden Zeitpunkt: Die Stadt hatte ohnehin darüber nachgedacht, ein Lastenrad für Bauhof und Gärtnerei anzuschaffen. Jetzt kann das Schwerlastenrad zunächst kostenlos im Arbeitsalltag ausprobiert werden. Erst danach soll auf Grundlage der Erfahrungen über eine eigene Anschaffung entschieden werden.

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