Der Großeinsatz am Augsburger Hauptbahnhof läuft seit Mittwochmorgen. Nach BILD-Informationen soll eine Handgranate vor einem türkischen Juwelier explodiert sein. Eine 17-Jährige und ein 18-Jähriger erlitten dabei Knalltraumata und wurden leicht verletzt. Außerdem gingen durch die Explosion Fensterscheiben zu Bruch. Sprengstoffexperten des Bayerischen Landeskriminalamts sind vor Ort.
Offiziell bestätigt hat die Polizei bislang nicht, dass es sich bei dem explodierten Gegenstand tatsächlich um eine Handgranate gehandelt hat. BR24 berichtet unter Berufung auf die Polizei von zwei Leichtverletzten und einer Explosion in einem Gebäudedurchgang nahe des Hauptbahnhofs.
Auch zum Hintergrund gibt es erste Hinweise, allerdings noch keine offizielle Bestätigung: Nach BILD-Informationen prüft die Polizei einen möglichen Zusammenhang mit organisierter Kriminalität. Der Augsburger Hauptbahnhof selbst soll demnach offenbar nicht das Ziel gewesen sein. Wer hinter der Explosion steckt und was das genaue Motiv war, ist bislang unklar.
Im Laufe des Vormittags wurde in der Nähe des Hauptbahnhofs ein weiterer verdächtiger Gegenstand entdeckt. Deshalb wurde die Sperrung ausgeweitet: Der Augsburger Hauptbahnhof und die Umgebung sind aktuell gesperrt, der Zugverkehr wurde komplett eingestellt.
Auch im Straßenverkehr und im öffentlichen Nahverkehr rund um den Bahnhof gibt es Einschränkungen. Wer am Mittwoch über Augsburg fahren muss, sollte den Bereich rund um den Hauptbahnhof meiden und mit Behinderungen rechnen.