Handwerkskammer Ulm kritisiert Überbrückungshilfe

Seit Mitte Juli 2020 können Handwerksbetriebe nicht rückzahlbare Überbrückungshilfen des Bundes in Anspruch nehmen. Von den bereitgestellten 25 Milliarden Euro seien aber bislang erst rund 1,5 Milliarden Euro ausgezahlt werden. Jetzt will die Handwerkskammer die Auszahlung für die Betriebe übernehmen.




Seit Mitte Juli 2020 können Handwerksbetriebe nicht rückzahlbare Überbrückungshilfen des Bundes in Anspruch nehmen, wenn sie erhebliche Umsatzeinbußen aufgrund der Coronakrise hatten. Die Betroffenheit der Betriebe kommt zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Rund 25 Milliarden Euro wurden von der Bundesregierung für kleinere und mittlere Betriebe eingeplant.

Offenbar seien davon erst 1,5 Milliarden Euro an die bedürftigen Betreibe geflossen, wie die Handwerkskammer Ulm kritisiert. „Es ist gefährlich, wenn Hilfen laut bereitgestellt werden, aber so mit Bürokratie verquarzt sind, dass sie faktisch nicht existieren. Die Situation in den Betrieben ist zu prekär als dass wir bei der politischen Theorie bleiben können. Wir brauchen ankommende Hilfen in echt“, so Dr. Tobias Mehlich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Ulm.

Hohe bürokratische und inhaltliche Hürden bei der Ausstellung und Auszahlung seien der Grund für die schleppende Auszahlung.

Die Handwerkskammer Ulm fordert, die Förderbedingungen für die Überbrückungshilfen zeitnah nachzubessern – bürokratieärmer und schneller.

In einem Schreiben der Handwerkskammer Ulm an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und die baden-württembergische Wirtschafts- und Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hatte die Kammer kürzlich erneut ihre Mithilfe bei der Bearbeitung und Auszahlung der Überbrückungshilfen an die regionalen Betriebe angeboten.

Die Antragsfrist der ersten Phase der Überbrückungshilfen wurde nach dieser Intervention vom 9. Oktober 2020 um eine zweite Phase bis 31. Dezember 2020 verlängert.

 

 

 

 

Das könnte Dich auch interessieren

19.11.2025 Ulm: Große Finanzspritze für Albert Einstein Discovery Center Das Albert Einstein Discovery Center Ulm e.V. erhält 150.000 Euro von der Carl-Zeiss-Stiftung, um die Ausstellung für das geplante Erlebniszentrum weiterzuentwickeln. Die Mittel fließen in die Ausarbeitung des Ausstellungskonzepts, die Entwicklung von Storylines, das szenografische Design sowie die Planung interaktiver Exponate. Ziel ist es, Einsteins Leben, seine Theorien und deren heutige Bedeutung anschaulich zu vermitteln. 18.10.2025 Ulm: Stadt feiert 75 Jahre Industriegebiet Donautal Seit seiner Erschließung im Jahr 1950 hat sich der Standort zu einem der wichtigsten industriellen Zentren im Süden Deutschlands entwickelt. Heute arbeiten dort rund 20.000 Menschen in 200 Betrieben auf 345 Hektar Fläche. Oberbürgermeister Martin Ansbacher bezeichnete das Donautal als „ein eindrucksvolles Stück Stadtgeschichte“ und lobte den Standort als Symbol für wirtschaftliche Stärke, Innovationskraft und Zusammenhalt. 01.09.2025 Ulm: Handwerkskammer verzeichnet neuen Höchststand bei Auszubildenden Zum Start des neuen Ausbildungsjahres erreichen die neu abgeschlossenen Lehrverträge im Ulmer Kammergebiet einen 20-Jahres-Höchststand: 2.811 Jugendliche beginnen zwischen Ostalb und Bodensee eine handwerkliche Ausbildung – vier Prozent mehr als im Vorjahr. Besonders gefragt sind Kfz- und Lebensmittelberufe: Kfz-Mechatroniker (+18 %), Bäcker, Konditoren und Fleischer (+25 %), Fachverkäufer im Lebensmittelbereich (+30 %). Auch Zimmerer profitieren vom Anstieg (+11 %). 19.11.2025 Deutsche Bahn: Fertigstellung von Stuttgart 21 verzögert sich weiter Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur sind technische Probleme bei der Digitalisierung und beim Bau des Bahnhofs Grund für die Verschiebung. Im Juli hatte die Bahn noch angekündigt, Stuttgart 21 im Dezember 2026 zumindest teilweise in Betrieb nehmen zu wollen. Der Fernverkehr und ein Teil des Regionalverkehrs sollten ab dann in den neuen Tiefbahnhof fahren, ein Teil