Die Rauschgiftermittlungsgruppe des Polizeipräsidiums Ulm ermittelt gegen ein Geschäft für Hanf-Produkte in der Heidenheimer Innenstadt. Nach bisherigen Erkenntnissen sollen verschiedene Angestellte über einen längeren Zeitraum Haschisch und Marihuana an Kunden verkauft haben.
Offiziell wurde in dem Geschäft CBD-Hanf angeboten. Ausgewählte Kunden sollen nach Angaben von Stadt und Polizei allerdings gezielt THC-haltiges Cannabis erhalten haben. Unter den Käufern sollen sich auch Minderjährige befunden haben.
In der vergangenen Woche durchsuchten Ermittler gemeinsam mit Mitarbeitern der Stadt Heidenheim den Shop und weitere Räume in der Stadt. Dabei stellten die Einsatzkräfte neben Marihuana auch Amphetamin, Kokain und weitere Betäubungsmittel sicher.
Die Erkenntnisse aus der Durchsuchung hatten auch Folgen für den Betrieb des Geschäfts. Die Gewerbebehörde der Stadt Heidenheim untersagte dem Betreiber mit sofortiger Wirkung die weitere Gewerbeausübung. Die Räume wurden versiegelt. Oberbürgermeister Michael Salomo betonte, beim Schutz von Kindern und Jugendlichen gebe es keine Kompromisse. Bei Hinweisen auf illegalen Drogenverkauf, insbesondere an Minderjährige, müssten die rechtlichen Möglichkeiten konsequent ausgeschöpft werden.
Ob und in welchem Umfang tatsächlich Drogen verkauft wurden und wer dafür verantwortlich ist, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Die strafrechtlichen Ermittlungen dauern an.