Heidenheims Schmidt auf Spurensuche: «Das geht nicht»

zweite Saisonniederlage

Heidenheim gerät beim 0:3 gegen den SC Freiburg binnen elf Minuten auf die Verliererstraße. Spieler und Trainer können sich nicht erklären, weshalb ein Aufbäumen ausbleibt.

Sichtlich angefressen bezeichnete Trainer Frank Schmidt die zweite Saisonniederlage des 1. FC Heidenheim nacheinander als «Delle». 0:3 unterlag der FCH in der Bundesliga daheim dem SC Freiburg und geriet dabei binnen elf Minuten vom Kurs ab. «Entschuldigung, wir werden nie akzeptieren, dass wir sieben Gegentore bekommen und so eine zweite Halbzeit spielen», sagte Schmidt und erinnerte auch an das 2:4 bei Borussia Dortmund in der Vorwoche. «Das gegen den BVB, das kann passieren. Aber drei Gegentore innerhalb so kurzer Zeit, das geht nicht.»

Torhüter Kevin Müller war vor allem mit der fehlenden Leidenschaft nicht einverstanden. Er sagte: «Dass das ernüchternd war, das ist noch sehr positiv ausgedrückt. Die erste Halbzeit war noch ausgeglichen. Was wir nach dem 0:1 machen, das ist einfach schlecht. Da lassen wir uns innerhalb von einer Viertelstunde den Stecker ziehen.»

Im Auswärtsspiel gegen den FSV Mainz 05 wollen die Heidenheimer am Samstag (15.30 Uhr/Sky) wieder ein anderes Gesicht zeigen und ihren dritten Saisonsieg einfahren. «Wir müssen uns schütteln und schauen, dass wir das so schnell wie möglich abhaken», so Müller.

Schmidt kündigte eine Aufarbeitung an. «Der Trainer kann auch nicht immer sagen, das ist der Grund. Da brauchen wir auch den Dialog und da werden alle mitsprechen müssen, warum das jetzt passiert ist», sagte der 50-Jährige.

Schmidt flüchtet sich in Galgenhumor

Mit Galgenhumor versuchte er, sich und der Mannschaft positiv zuzureden. «Ich kenne jemanden, der macht nach einem Hagelschaden die Dellen raus. Den rufe ich vielleicht mal an. Aber eine Delle ist es definitiv», so Schmidt.

Nach dem Spiel in Mainz steht für den FCH das bislang größte Spiel auf europäischer Ebene an. Schmidts Trainerkollege Julian Schuster wünschte den Heidenheimern für die Aufgabe gegen NK Olimpija Ljubljana am 3. Oktober schon einmal viel Erfolg.

Davon wollte Heidenheims Trainer noch nichts wissen, zu sehr ärgerte ihn der Auftritt seiner Mannschaft. «Bevor wir an Europa denken, schauen wir nach Mainz. Das ist wichtig. Weil, wenn wir so weitermachen, dann können wir uns auch nicht auf Europa freuen. Wir müssen die Fehler abstellen und besser nach vorn spielen. Von daher: Jede Menge Arbeit und das gehen wir an in dieser Woche.»

(Text: Maximilian Wendl, dpa)

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