Verbraucherzentralen und der Landesinnungsverband des Schornsteinfegerhandwerks Baden-Württemberg (LIV) in Ulm warnen vor betrügerischen Fakeshops, die Pellets zu extrem niedrigen Preisen anbieten und diese dann nie liefern.
„Gerade Pellet-Sackware ist eine beliebte Masche für Fakeshops“, erklärt Volker Jobst, Pressesprecher des LIV. Anders als Heizöl oder lose Pellets, die oft erst bei Lieferung bezahlt werden, wird Sackware im Internet üblicherweise im Voraus bezahlt. „Die Betrüger nutzen das aus: Die Ware wird angeblich versandkostenfrei auf Paletten geliefert. Wer bezahlt, erhält jedoch keine Pellets und sieht sein Geld in der Regel nicht wieder.“
Der durchschnittliche Marktpreis für Pellet-Sackware liegt in Thüringen aktuell bei rund 430 Euro pro Tonne. Online locken unseriöse Anbieter teilweise mit Preisen von 170 bis 180 Euro. Eine Falle für die Käufer.
Seriöse Händler bieten mehrere Zahlungsmethoden an, etwa Rechnungskauf oder Optionen mit Käuferschutz. Akzeptiert ein Anbieter nur Vorkasse, sollten alle Alarmglocken schrillen.
Impressum prüfen: Fehlende oder gefälschte Angaben wie Adresse oder Telefonnummer sind ein Warnsignal.
Kundenservice testen: Bei Fakeshops herrscht oft Funkstille oder es wird auf fremde Sprachdienste verwiesen.
Bewertungen kritisch betrachten: Übertriebene Lobeshymnen oder gleichlautende Kommentare deuten häufig auf Manipulation hin.
Wer unsicher ist, kann den kostenlosen Fakeshop-Finder der Verbraucherzentralen nutzen. Mit wenigen Klicks lässt sich prüfen, ob ein Online-Shop vertrauenswürdig ist.