Rüstungskonzern Hensoldt mit Standort in Ulm will Radare an die Ukraine liefern

Krieg und Frieden

Der deutsche Rüstungskonzern Hensoldt will die Ukraine beim Aufbau eines neuen Abwehrsystems gegen ballistische Raketen unterstützen. Das Unternehmen hat dafür eine Partnerschaft mit dem ukrainischen Waffenbauer Fire Point geschlossen.

Der Rüstungskonzern Hensoldt aus Taufkirchen bei München, der auch einen großen Standort in Ulm hat, will Radare für die Ukraine liefern. Dafür hat das Unternehmen auf der Rüstungsmesse Eurosatory in Paris eine strategische Partnerschaft mit dem ukrainischen Waffenbauer Fire Point geschlossen.

Die Radare sollen Teil eines neuen Flugabwehrsystems mit dem Namen „Freyja“ werden. Dieses System soll ballistische Raketen erkennen und abfangen können. Ballistische Raketen sind besonders schwer abzuwehren, weil sie sehr schnell fliegen und große Schäden anrichten können. Hensoldt soll nach eigenen Angaben für die Produktion, Erprobung und Lieferung der Radare zuständig sein. Außerdem unterstützt das Unternehmen die Integration der Radare in das neue Abwehrsystem. Die eingesetzten Radare sollen bis zu 1.500 Luftziele erkennen und verfolgen können.

Warum die Radare für die Ukraine wichtig sind

Die Ukraine wird seit Beginn der russischen Invasion immer wieder mit Raketen und Drohnen beschossen. Zwar arbeitet die ukrainische Drohnenabwehr inzwischen deutlich besser, russische Raketen richten aber weiterhin große Schäden an. Westliche Luftabwehrsysteme wie Patriot oder Iris-T helfen der Ukraine, reichen aber nicht aus, um das ganze Land flächendeckend zu schützen. Deshalb setzt Kiew zusätzlich auf eigene Entwicklungen und auf Kooperationen mit westlichen Rüstungsfirmen.

Für die Region ist die Nachricht relevant, weil Hensoldt in Ulm einen wichtigen Standort hat. Dort baut das Unternehmen unter anderem seine Kapazitäten im Bereich Radarproduktion aus.

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