Heute vor 24 Jahren: „Earth Song“ wird Nummer-eins-Hit

Montag, der 11. Dezember 1995: Ein nebliger und kalter Tag in Süddeutschland, Weihnachtsstimmung liegt in der Luft – doch die Charts dominiert ein etwas anderes Gefühl: „Earth Song“ von Michael Jackson erreicht an diesem Tag die Spitzenplatzierung.

Eigentlich hatte der „King of Pop“ den Song schon Ende 1994 geschrieben, denn bekanntlicherweise gibt es für Songs, die in der Weihnachtszeit zum Hit werden außergewöhnliche Verkaufszahlen. Die Veröffentlichung wurde lediglich um ein Jahr verschoben, um der Konkurrenz „Stay Another Day“ von East 17 zu entgehen. Das Lied entstand im Wiener Industrial Hotel und thematisiert kurz gesagt den Notstand der Erde. Michael selbst sagte, er spürte so viel Schmerz und Leiden für die Situation unseres Planeten. Für ihn war es der Song der Erde, weil er dachte, die Natur versuche sehr, die Misswirtschaft der Erde durch den Menschen zu kompensieren. Natürlich geht es auch um einige schöne Facetten des Globus. Aber aus Jacksons Sicht war das die Chance, die Menschen die Stimme des Planeten hören zu lassen.

Die kritische Botschaft wird mit Erfolg belohnt

Tobende Stürme, tote Elefanten, leidende Menschen – das mit einem Grammy ausgezeichnete Video zu „Earth Song“ schreckt vor nichts zurück. Der reflektierte Text wird hier wiedergespielt: „Was haben wir der Erde angetan? Schau, was wir getan haben!“ klagt Michael, während er durch einen brennenden Wald geht. Am Ende werden jedoch alle Katastrophen Gottseidank rückgängig gemacht. Für Michael hat es sich gelohnt, solch ein kritisches Thema anzusprechen: „Earth Song“ ist einer seiner nur zwei Nummer-eins-Hits in Deutschland. Das liegt wohl nicht zuletzt an seinem spektakulären „Wetten, dass..?“-Auftritt im November 1995. Diesen haben mehr als 18 Millionen Menschen im Fernsehen gesehen – für die Sendung eine der höchsten Quoten aller Zeiten.

Ein Song, der wohl gereift ist wie ein guter Wein: Auch 24 Jahre nach seiner Veröffentlichung beschreibt er die aktuelle politische und ökologische Situation hinsichtlich der Klimakrise mindestens so gut wie 1995. Anders als im Video kann dieses Mal aber niemand sagen, ob alles gut ausgehen wird…

Bild: Jonathan Exley/Getty Images

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