In Baden-Württemberg fallen viele traumatisierte Geflüchtete weiter durchs Raster. Eine Studie der Landesärztekammer zeigt, dass nur wenige Betroffene zeitnah psychologische Hilfe erhalten. Die Wartezeiten auf Therapie betragen oft mehrere Monate.
Besonders belastet sind die Psychosozialen Zentren, darunter das Behandlungszentrum für Folteropfer Ulm. Sie sind stark ausgelastet und kämpfen mit komplizierter Finanzierung, was die Versorgung zusätzlich erschwert.
Experten betonen die Bedeutung psychologischer Hilfe: „Die Behandlung von Traumafolgen muss als Prävention verstanden werden. Rechtzeitige Hilfe senkt das Risiko von Suiziden und aggressivem Verhalten gegenüber anderen.“
Die Landesärztekammer fordert daher eine verlässliche Finanzierung der Zentren, ausreichende Dolmetscher und einen schnelleren Zugang zu Therapien, um die Versorgung traumatisierter Geflüchteter deutlich zu verbessern.