Hochwasserschutz in Burgau: Bescheid für zweite Bauphase

Nach Jahrhunderthochwasser

Der Hochwasserschutz in Burgau und im gesamten Mindeltal geht in die nächste Runde: Mit der offiziellen Übergabe des Planfeststellungsbescheids für die zweite Bauphase können jetzt weitere zentrale Maßnahmen umgesetzt werden.

Ziel ist es, die Stadt künftig noch besser vor Hochwasserereignissen bis hin zu einem 100-jährigen Extremhochwasser zu schützen. Verantwortlich für die Umsetzung ist der Freistaat Bayern, vertreten durch das Wasserwirtschaftsamt Donauwörth.

Phase 1 läuft bereits

Bereits in Umsetzung befindet sich die erste Phase mit dem Bau eines Hochwasserrückhaltebeckens südlich der Stadt, das ein Volumen von rund 1,217 Millionen Kubikmetern umfasst. Die anstehende zweite Phase beinhaltet unter anderem die Ableitung eines Teils des Hochwassers östlich der Bahnstrecke Augsburg–Ulm, die Rückführung nördlich von Burgau in das bestehende Überschwemmungsgebiet der Mindel sowie innerörtliche Maßnahmen an den Seitenarmen Brühlmindel und Mindel an der Bleiche.

Weitere Maßnahmen

Ziel ist es, den Hochwasserabfluss der Mindel im Stadtgebiet auf 75 Kubikmeter pro Sekunde zu begrenzen und so die besiedelten Bereiche wirksam zu schützen. Ergänzend zum Rückhaltebecken sollen nicht zurückgehaltene Wassermengen um das Stadtgebiet herumgeleitet werden. Geplant sind dafür unter anderem Leitdeiche, Bahnquerungsbauwerke, Schutzmaßnahmen am Bahndamm sowie Gewässeraufweitungen und Leiteinrichtungen zur gezielten Steuerung des Abflusses.

Das Projekt ist Teil des sogenannten Mindeltalkonzepts, das alle derzeit vom Hochwasser bedrohten Siedlungsflächen im Mindeltal im Landkreis Günzburg schützen soll. Dieses Konzept wurde 2004 zwischen den beteiligten Gemeinden und dem Wasserwirtschaftsamt Donauwörth einvernehmlich beschlossen und verbindet lokale Schutzmaßnahmen mit überörtlichen Rückhaltesystemen.

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