IHK Schwaben fordert Kurswechsel in der Energiepolitik

Produktionsstandort in der Region leidet

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) in Schwaben fordern einen eiligen Richtungswechsel in der Energiepolitik, um Deutschlands Standortattraktivität und Wohlstand zu sichern.

IHK-Präsident Reinhold Braun hebt hervor, dass weniger staatliche Kontrolle, mehr marktwirtschaftliche Ansätze und das Ende nationaler Alleingänge erforderlich sind, um Ökonomie und Ökologie harmonisch zu fördern. Dies ergibt sich aus dem aktuellen IHK-Energiewende-Barometer, das drastische Einschränkungen durch bürokratische Hürden und hohe Energiepreise aufzeigen.

Industriestandorte in der Region leiden

Besonders die deutsche Industrie leidet unter den Folgen der laufenden Energiewende, die mit teuren und schwankenden Energiekosten einhergeht. Braun weiter: „Bayerisch-Schwaben ist ein Produktionsstandort. Unser Wohlstand hängt entscheidend am produzierenden Gewerbe. Umso problematischer ist es, dass gerade die Industrie am stärksten unter den Folgen der Energiewende leidet.“

Vorschlag für Reformen

Die vorgeschlagene Alternative des Wirtschaftsberaters Frontier Economics sieht vor, den CO2-Zertifikatehandel zu reformieren, den Technologiewettbewerb zu fördern und die existierende Energieinfrastruktur besser zu nutzen. Ein wesentlicher Teil des Vorschlags ist die internationale Anrechenbarkeit von Investitionen in Klimaschutzprojekte. Mit diesen Maßnahmen könnten die Energiekosten bis 2049 um bis zu eine Billion Euro gesenkt werden, argumentiert IHK-Präsident Braun und fordert ein Umdenken auch auf EU-Ebene, um die Zukunft der deutschen Wirtschaft nachhaltig zu sichern.

Das könnte Dich auch interessieren

03.02.2026 IHK Schwaben: Wirtschaft erholt sich leicht, Wende bleibt aber aus Der Konjunkturindex steigt um drei Punkte auf 108 Punkte. Sowohl die aktuelle Geschäftslage als auch die Erwartungen wurden leicht besser bewertet. Eine Wende sieht anders aus Von einer echten Trendwende will die IHK aber noch nicht sprechen. Hauptgeschäftsführer Dr. Marc Lucassen spricht von einem „Comeback auf Raten“. Investitions- und Beschäftigungspläne bleiben weiter sehr zurückhaltend. Auch 19.08.2025 IHK Schwaben begrüßt knapp 1000 Ausbildungsanfänger in Westschwaben Trotz eines leichten Rückgangs von knapp drei Prozent gegenüber dem Vorjahr betrachtet die IHK Schwaben die Lage positiv. Die Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium hat einen Mangel von 3.500 Absolventen verursacht, was sich auf den Ausbildungsmarkt auswirkt. In Westschwaben werden knapp 1000 Ausbildungsverträge erwartet, wobei der Anteil an Abiturienten stark gesunken ist. Dennoch sieht Wolfgang Haschner, 15.12.2025 Mindestlohnerhöhung setzt regionalen Mittelstand unter Druck Die Sonderauswertung der IHK Schwaben zur Konjunkturumfrage Herbst 2025 zeigt: Rund jedes vierte Unternehmen plant Personaleinsparungen oder eine vorsichtigere Neueinstellungspraxis. Besonders betroffen sind das Reise- und Gastgewerbe (47 Prozent) sowie der Einzelhandel (34 Prozent). Steigende Kosten ziehen Konsequenzen mit sich Mehr als die Hälfte der Betriebe (55 Prozent) will die Preise erhöhen, um die steigenden 28.05.2026 Konjunkturindex deutlich gefallen - Wirtschaft in Westschwaben unter Druck Die wirtschaftliche Stimmung in Westschwaben hat sich im Frühjahr eingetrübt. Der Konjunkturindex für die Landkreise Neu-Ulm und Günzburg ist laut IHK Schwaben um sieben Punkte auf 91 Punkte gefallen. Damit liegt die Region klar unter der Wachstumsschwelle von 100 Punkten. Unternehmen werden vorsichtiger Besonders deutlich ist der Rückgang im Landkreis Günzburg. Dort liegt der Index