IHK Ulm: Konjunkturbericht zeugt von wirtschaftlicher Stagnation

Regionale Wirtschaft kommt nicht vom Fleck

Die wirtschaftliche Lage in der IHK-Region Ulm zeigt sich im Frühjahr 2025 mit einer leicht verbesserten, jedoch fragilen Stimmung.

Während die Geschäftserwartungen von verhaltener Zuversicht geprägt sind, bleiben die Unsicherheiten hoch, insbesondere durch die unvorhersehbare Zollpolitik des US-Präsidenten. Diese globale Instabilität führt zu zögerlichen Investitions- und Beschäftigungsplänen, wodurch die regionale Konjunktur nicht in Schwung kommt. Trotz einer leichten Reduktion bei Umsatzeinbußen bleibt die Zufriedenheit der Unternehmen unter Druck, da steigende Kosten die Erträge belasten. Der IHK-Lageindikator ist von sieben auf fünf Punkte gesunken, was die verhaltene Stimmung verdeutlicht.

Branchenbild

Branchen wie der Dienstleistungssektor zeigen stabile Umsätze, mit einer mehrheitlich befriedigenden bis guten Ertragslage. Der Einzelhandel kämpft jedoch mit hartnäckiger Kaufzurückhaltung und sinkenden Lageeinschätzungen. Im Großhandel sind die Erwartungen zwar leicht verbessert, bleiben aber skeptisch, was sich auch in einer zurückhaltenden Investitionsbereitschaft widerspiegelt. Die Industrie verzeichnete erstmals seit Jahren mehr steigende als fallende Auftragseingänge, doch anhaltende globale Spannungen und die schwache Nachfragedynamik sorgen für eine verhaltene Stimmung. Investitionen sind vorwiegend auf notwendige Ersetzungen und Digitalisierung beschränkt.

Forderungen an die Regierung

Die Risiken durch geopolitische Spannungen und steigende Kosten bremsen die wirtschaftliche Zuversicht weiter. Die Nachfrageentwicklung bleibt unsicher, und auch die Energiekosten belasten die Unternehmen. Obwohl Deutschland wieder eine funktionierende Regierung habe, erwarten die Betriebe rasche Maßnahmen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen. „Damit die hiesige Wirtschaft endlich wieder in Schwung kommt, muss die neue Bundesregierung nun schnell liefern und die Vorhaben angehen, die den größten positiven Effekt für Wachstum, Beschäftigung und Investitionsdynamik entfalten können. Das heißt Bürokratieabbau und Verfahrensbeschleunigung voranbringen, wettbewerbsfähige Energiepreise ermöglichen und steuerliche Anreize für Investitionen setzen“, appelliert IHK-Präsident Dr. Jan Stefan Roell an Berlin.

Neueinstellungen werden vermieden, und die Arbeitslosenquote in der IHK-Region Ulm liegt stabil bei 3,2 Prozent, besser als in anderen Regionen Deutschlands. Insgesamt bleibt der Aufschwung auf sich warten, mit Investitionen und Beschäftigungsabsichten, die von Vorsicht geprägt sind.

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