Auf dem Abschnitt wurden unter anderem kleine Inseln angelegt sowie Ufer und Flussboden umgestaltet. Dadurch bekommt die Iller wieder mehr Eigendynamik. Das heißt: Der Fluss kann sich natürlicher entwickeln und bietet bessere Lebensräume für Fische und andere Wasserlebewesen. Auch die Uferbereiche wurden vielfältiger gestaltet. Davon soll sich langfristig eine naturnahe Aue entwickeln. Durch neue flache Uferbereiche auf beiden Seiten ist die Iller für Menschen jetzt wieder besser begehbar.
Neben der ökologischen Aufwertung wurde auch der Hochwasserschutz verbessert. Dafür wurde ein neuer Hochwasserdamm mit einem 1,7 Kilometer langen Begleitweg gebaut. Weil die Hochwasserschutzlinie zurückverlegt wurde, ist zusätzlicher Rückhalteraum entstanden. Nach Angaben der Verantwortlichen können dort künftig rund 440.000 Kubikmeter Wasser zurückgehalten werden.
Die Gesamtkosten betragen rund 5,1 Millionen Euro. 80 Prozent davon wurden über das Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz des Bundes finanziert. Die restlichen 20 Prozent teilen sich Baden-Württemberg und Bayern.
Im Zuge der Arbeiten wurde auch viel Kies gewonnen. Dieser wurde rund drei Kilometer flussaufwärts unterhalb des Filzinger Wehrs wieder eingebaut. Damit soll der natürliche Transport von Kies und Sand im Fluss unterstützt werden, der durch Staustufen und Wasserkraftanlagen unterbrochen wird.