Illerkirchberg: Täter gesteht die Tat

Nach dem schrecklichen Messermord Anfang Dezember in Illerkirchberg gesteht der 27-jährige Tatverdächtige das Verbrechen. Sein Motiv bleibt allerdings weiterhin unklar.

Über ein Monat nach der Tat herrscht nun Gewissheit: Der sich weiterhin in einem Justizvollzugskrankenhaus befindende 27-jährige Beschuldigte hat während einer Vernehmung am 5. Januar 2023 eingeräumt, mit einem Messer auf ein Mädchen mehrfach eingestochen zu haben. Das teilte die Polizei Ulm am heutigen Dienstag mit.  Die 14-Jährige hatte sich am Morgen des 05. Dezembers 2022 auf ihrem Schulweg befunden. Das Mädchen ist nach dem Angriff im Krankenhaus verstorben. Auch gab der aus Eritrea stammende Mann an, er habe die Mädchen zuvor nicht gekannt.

Seine Angaben stimmen laut Polizei mit den mittlerweile vorliegenden Erkenntnissen der Spurenauswertung überein. So konnten sowohl am mutmaßlichen Tatmesser als auch an seiner Kleidung DNA-Spuren der getöteten 14-Jährigen festgestellt werden. Am fraglichen Messer befand sich zudem DNA-Material des Beschuldigten.

Der 27-Jährige Tatverdächtige  wurde am 5. Januar vernommen, nachdem er nach dem tödlichen Schulweg-Angriff in Illerkirchberg zunächst geschwiegen hatte.

Warum griff der Mann die Mädchen an?

Zum Motiv des Täters kann die Polizei aktuell noch keine Angaben machen, hier dauern die Ermittlungen noch an. Die Angaben des Beschuldigten müssten erst überprüft werden und können aktuell ohne „Gefährdung des Untersuchungszwecks“ noch nicht mitgeteilt werden.

Der mittlerweile geständige Täter hatte sich nach dem Angriff vermutlich selbst verletzt und musste ebenfalls in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Er war erst seit kurzem wieder vernehmungsfähig.

Was passierte in Illerkirchberg?

Am Morgen des 05. Dezembers griff der Tatverdächtige Mann im Illerkirchberger Ortsteil Oberkirchberg zwei Mädchen mit einem Messer an, die gerade auf dem Weg zu Schule waren. Eins der beiden Mädchen verstarb im Krankenhaus, das andere wurde schwer verletzt, konnte allerdings das Krankenhaus inzwischen wieder verlassen.

Der Fall löste große Trauer und Entsetzen aus, bei der Beerdigung der getöten Ece waren mehrere Hundert Trauernde. Währenddessen entbrannte in der kleinen Gemeinde bei Ulm eine Flüchtlingsdebatte. Schon kommende Woche soll es einen Bürgerdialog geben.

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