In alten Wehrmachts-Uniformen Krieg gespielt

Mit einem Großaufgebot ist die Polizei in Baden-Württemberg und Bayern gegen eine Gruppe vorgegangen, die mit Wehrmachts-Uniformen und verbotenen Waffen Krieg gespielt haben soll.




Rund 400 Polizisten, darunter auch Spezialkräfte, durchsuchten am Donnerstag 17 Wohnungen und ein Waldstück nach Beweismitteln. Gegen 19 Beschuldigte wird unter anderem wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Kriegswaffen-Kontrollgesetz ermittelt. Die Männer und Frauen im Alter zwischen 27 und 77 Jahren sollen weder Genehmigungen für ihre Treffen noch zum Führen der Waffen gehabt haben.

Entscheidender Tipp kam aus dem Kreis Biberach

Die Ermittler beschlagnahmten unter anderem Computer, eine Vielzahl an Waffen, Munition, Uniformteile, Fahrzeuge und verfassungsfeindliche Symbole. Sprengstoffexperten begutachteten sichergestellte Granaten, zwei Zündkapseln wurden kontrolliert gesprengt. Bei den Einsätzen in den Landkreisen Esslingen, Sigmaringen und Rems-Murr waren Lastwagen nötig, um die entdeckten Waffen abzutransportieren. Sachverständige sollen nun klären, ob die Waffen echt sind. Auslöser der Ermittlungen war laut Polizei ein Hinweis auf eine Gruppe Bewaffneter in Wehrmachtsuniformen, die sich in einem Gebäude im Landkreis Biberach getroffen haben sollen.

Hintergründe sollen ermittelt werden

Die Tatverdächtigen kamen wieder auf freien Fuß. Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl sprach von einem «guten, harten Schlag gegen extremistische Bestrebungen». Die Hintergründe würden nun genauestens durchleuchtet, kündigte er an.

 

 

Das könnte Dich auch interessieren

08.03.2026 Kommunalwahl 2026: Entscheidungen gefallen Die Kommunalwahl 2026 hat in mehreren Städten der Region klare Entscheidungen gebracht. Während einige Amtsinhaber bestätigt wurden, bekommt Günzburg nach 24 Jahren einen neuen Oberbürgermeister. 14.11.2025 Burgau: Einbrecher steigt in Spielhalle ein und bricht Automaten auf Der bislang unbekannte Täter drang über ein aufgehebeltes Seitenfenster in das Gebäude ein. Er brach vier Spielautomaten auf und stahl die darin befindlichen Geld-Einsätze. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf rund 10.000 Euro. Wie hoch die Beute ist, ist nicht bekannt. Die Polizei Burgau bittet um Zeugen-Hinweise (Tel. 08222 9690-0). 22.09.2025 Kreis Biberach: Polizei blitzt viele Raser auf der B 30 Über 1.500 Fahrzeuge, darunter auch 280 Lkw, hielten sich nicht an die zulässige Höchst-Geschwindigkeit von 120 km/h. Über 1.350 Verwarnungen wurden eingeleitet, 172 Fahrer müssen mit einer Anzeige wegen einer Ordnungswidrigkeit rechnen. 19 Raser erwartet ein Fahrverbot. Der schnellste war mit 213 km/h unterwegs, fast 100 Stundenkilometer mehr als erlaubt. 18.09.2025 Laupheim: mit 211 km/h auf der B 30 geblitzt worden 199 Autofahrer hielten sich laut Polizei nicht an die dort geltende Höchstgeschwindigkeit von 100 und werden nun entsprechend sanktioniert. Den Vogel schoss dabei ein Raser ab, der mit 211 km/h geblitzt wurde. Ihn erwartet neben einem Fahrverbot mit Punkten auch ein saftiges Bußgeld. Das Ergebnis zeige, dass die Kontrollen notwendig seien, sagt die Polizei. Sie