Insolvenz in Ulm: Traditions-Holzbau-Unternehmen Mocopinus meldet Pleite an

Insolvenzwelle in Deutschland

Die 160 Jahre alte Holzbau-Unternehmen Mocopinus mit Verwaltungssitz in Ulm hat Insolvenz beantragt. Die Gehälter der 270 Mitarbeiter seien für die nächsten drei Monate gesichert, berichtet die Bild.

Die Insolvenzwelle in Deutschland erreicht Ulm: Die 160 Jahre alte Mocopinus GmbH & Co. KG, Spezialist für hochwertige Holzfassaden, Terrassen und Innenausbau, hat Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Das teilte das Unternehmen am Freitag mit, wie die Bild berichtet.

Gründe für die Pleite sind rückläufige Bauprojekte, gestiegene Material- und Energiekosten sowie fehlende Rohstoffe wie sibirische Lärche, die durch den Ukrainekrieg schwer verfügbar geworden ist. Trotz der Insolvenz läuft der Betrieb an den drei Standorten Ulm, Leipzig und Karlsruhe weiter. Die Gehälter der insgesamt 270 Mitarbeiter sind für die kommenden drei Monate durch Insolvenzgeld gesichert. Kündigungen wurden bislang nicht ausgesprochen.

Unternehmenschef Ulrich Braig erklärte der Bild: „Unser Ziel ist es, Mocopinus wirtschaftlich zu stabilisieren und für die Zukunft stark aufzustellen. Die Eigenverwaltung gibt uns die Möglichkeit, den eingeschlagenen Weg aktiv zu gestalten.“ Gespräche mit potenziellen Investoren laufen bereits, heißt es.

Mocopinus hat in der Vergangenheit an mehreren großen Bauprojekten mitgewirkt, darunter die eindrucksvolle Holzfassade des Hotels Bretterbude in Heiligenhafen an der Ostsee. Die Insolvenz zeigt, dass auch traditionsreiche Firmen durch veränderte Marktbedingungen, steigende Kosten und Rohstoffknappheit unter Druck geraten können.

Das könnte Dich auch interessieren

06.10.2025 Ulm: Neue Imagekampagne für die Baustellen in der Stadt Elf Unternehmen bringen ihre positive Haltung zur Stadtentwicklung zum Ausdruck und senden ein starkes Signal an alle: Eine starke Wirtschaft braucht eine leistungsfähige Infrastruktur; deshalb tragen wir die Herausforderungen gemeinsam und bekräftigen die Stadt in ihrem Tun. Mit rund 80 City-Light-Postern im gesamten Stadtgebiet, Anzeigen in sechs verschiedenen Ulmer Stadtmagazinen sowie einer begleitenden Social-Media-Kampagne auf dem 28.07.2026 Arbeitsgericht Ulm: Gewerkschaft zieht Antrag gegen ZF-Betriebsratschef zurück Die Christliche Gewerkschaft Metall (CGM) hat ihren Antrag gegen den Betriebsratsvorsitzenden des Autozulieferers ZF in Friedrichshafen, Achim Dietrich, laut Arbeitsgericht zurückgenommen. «Damit hat sich das Verfahren erledigt», sagte ein Sprecher des Arbeitsgerichts in Ulm. Die CGM wollte demnach erreichen, dass Dietrich sein Amt bis zu einer Entscheidung in einem möglichen Amtsenthebungsverfahren nicht mehr ausüben darf. 27.07.2026 Südwestmetall warnt vor wachsendem Druck auf Betriebe in der Region Ulm Die Metall- und Elektroindustrie in der Region Ulm kämpft nach Angaben des Arbeitgeberverbands Südwestmetall mit immer schwierigeren Bedingungen. Hohe Energiepreise, steigende Lohnzusatzkosten, eine starke Steuerbelastung und zusätzliche Bürokratie würden die Unternehmen im internationalen Wettbewerb belasten. Darauf hat Oliver Wirth, Vorsitzender der Ulmer Südwestmetall-Bezirksgruppe, beim Sommerfest des Verbands am Mittwoch in Ulm hingewiesen. Zuvor war er 04.07.2026 Gold Ochsen startet den Bau der neuen Brauereigaststätte Neben der Traditionsbrauerei am Michelsberg entsteht ein neuer Treffpunkt mit Biergarten, Veranstaltungssaal und bis zu zwölf Biersorten frisch vom Fass.