Israels Botschafter nennt Angriff in Ulm terroristischen Akt

In Ulm ist eine israelische Firma von Randalierern angegriffen worden. Die Polizei vermutet einen politischen Hintergrund. Nun äußert sich der Botschafter des Landes.

Israels Botschafter in Deutschland, Ron Prosor, hat den Angriff auf eine israelische Firma in Ulm verurteilt. Dort hatten mehrere Menschen das Gebäude in der Nacht mit Farbbeuteln und Rauchbomben angegriffen, waren eingedrungen und hatten Scheiben eingeschlagen.

«Diese Angriffe sind terroristische Akte – sie müssen klar benannt und hart bestraft werden», schrieb Prosor auf der Plattform X. «Antisemitismus und Terror dürfen in Deutschland keinen Platz haben.» Prosor nannte die Täter Unterstützer der Hamas. Die islamistische palästinensische Terrormiliz hatte Israel zusammen mit anderen Extremisten am 7. Oktober 2023 überfallen, rund 1.200 Menschen ermordet und mehr als 250 weitere verschleppt; seitdem führt Israel im Gazastreifen Krieg gegen sie.

In Ulm ermitteln Staatsschutz und das Anti-Terrorismuszentrum die Hintergründe der Tat. Sie vermuten nach Informationen der dpa einen politischen Hintergrund. Denn bei der attackierten Firma handelt es sich dem Vernehmen nach um das israelische Rüstungsunternehmen Elbit. Fünf Tatverdächtige wurden festgenommen.

Die Tatverdächtigen sollen in den Morgenstunden den Firmeneingang attackiert haben und Graffiti mit mutmaßlich politischem Inhalt hinterlassen haben, wie das Landeskriminalamt mitteilte. Einige Verdächtige seien ins Innere des Gebäudes gelangt und später von der Polizei im Obergeschoss widerstandslos festgenommen worden. Der Schaden werde auf einen niedrigen sechsstelligen Betrag geschätzt.

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