IU Internationale Hochschule Ulm: Experimentiertag für Kinder

Frühe MINT-Förderung ist wichtig

Zum ersten Mal fand an der IU Internationale Hochschule Ulm ein "Experimentiertag für Kinder" statt. Annette Schneider, Professorin für Kindheitspädagogik und ihre Studierenden organsierten diesen im Rahmen einer Projektarbeit. Ziel: Die frühe MINT-Förderung.

Das Projekt

Zum ersten Mal fand an der IU Internationale Hochschule Ulm ein "Experimentiertag für Kinder" statt. Annette Schneider, Professorin für Kindheitspädagogik und ihre Studierenden, organsierten diesen im Rahmen einer Projektarbeit.

Die Studierendengruppe des Studiengangs Kindheitspädagogik studieren unter anderem die Pädagogik der frühen Kindheit. In diesem Modul sind nicht nur Bildungsbereiche ein Thema, sondern auch die Projektarbeit. Deshalb haben die Studierenden den Experimentiertag in Absprache mit Frau Schneider selber geplant und konzipiert. Ihr war es wichtig, dass die Studierenden lernen wie es ist, wenn so ein Projekt geplant, durchgeführt und reflektiert wird.

In Gruppen wurden also viele kleine Experimente vorbereitet, die mit Alltagsmaterialien im Umfeld der Kinder durchgefuhrt werden konnten:

Gummibärchen-Tauchgang, explodierende Vulkane, tanzende Pfefferkörner, Geheimschrift sichtbar machen, klingende Gläser, Blumen brauchen Wasser und viele mehr.

So stürmten also 20 kleine Entdecker und Entdeckerinnen den Campus Ulm und experimentierten zwei Stunden lang voller Begeisterung und Neugier. Die strahlenden Kinderaugen und die Euphorie, mit der die Kinder die Experimente durchführten, löste auch bei den Studierenden Freude aus.

Die Kinder sind richtig aufgeweckt, die haben richtig Lust, genau wie wir. Und es macht so viel Spaß mit den Kindern zu arbeiten.

Hintergrund

Der eigentliche Hintergrund, warum Frau Schneider den Experimentiertag ins Leben gerufen hat, ist die frühe MINT-Förderung. Die Abkürzung MINT steht für die Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik.

Wie passt das zu Kindheitspädagogik? Die MINT-Förderung sollte schon recht früh beginnen, weil die Kinder sich schon von klein auf für Naturphänomene interessieren. Für alles, was sie nicht kennen, was sie entdecken wollen und das kann man mit so kleinen Experimenten sehr gut unterstützen.

Die frühe MINT-Förderung ist aber nicht nur Frau Schneiders Anliegen, sondern auch politisch und wirtschaftlich erwünscht. Der frühe und positive Zugang zu MINT-Themen beeinflusst die zukünftige Haltung der Kinder zu diesem Bereich und setzt damit die Grundlage, dass sich Kinder später hoffentlich für einen MINT-Beruf entscheiden.

Man weiß halt, wenn Kinder sehr früh mit dem in Berührung gekommen sind, dann speichern sie bestimmte Dinge in ihrem Gedächtnis ab. Das muss gar nicht die tiefste naturwissenschaftliche Erklärung sein. Die können aber, wenn sie das in den weiterführenden Schulen haben, darauf aufbauen. Und das ist das, was man eigentlich erreichen möchte.

Typische MINT-Berufe sind z.B. Elektroniker, Mechatroniker, Industriemechaniker, Programmierer, Fachinformatiker, Zerspanungsmechaniker, etc.

Die MINT-Förderung

In den letzten 10 Jahren, haben sich schon eingie Projekte entwickelt, bei denen dieser Bereich gefördert wird. Bei einer Umfrage in Kindergärten, wie viele externe Projekte sie machen, hat Frau Schneider jedoch bedauernd einen Rückgang festgestellt.

Wir haben festgestellt, - und das war eine traurige Erkenntnis - dass nur unter 10 % der befragten Kitas solche Projekte noch anbieten. Das ist halt schade und mir war es eben wichtig, dafür etwas zu tun.

Der Reiz an MINT

Kinder lieben es, den Sachen auf den Grund zu gehen, zu verstehen warum etwas passiert - das ist auch Alter der Warum-Fragen. Einfache Fragen, die sie auch im Alltag entdecken.

Aber zu einem richtigen Bildungsangebot, dass es den Kindern auch ins Gedächtnis geht, da müssen wir nochmals mit ihnen drüber reden und altersentsprechende Erklärungen liefern, so Schneider.

Wie geht's weiter?

Der Experimentiertag war ein Pilotprojekt.

Die Kinder wurden nach Feedback gefragt, dann werden in ein bis zwei Wochen noch die Fachkräften gefragt und schließlich die Eltern. Was haben die Kinder daheim erzählt? Hat es ihnen gefallen? Und wenn ein bisschen was hängengeblieben ist, dann würde Frau Schneider den Experimentiertag gerne zu einem festen Bestandteil implementieren und regelmäßig anbieten (ein- bis zweimal pro Jahr).

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