IW-Gemeindecheck: Versorgung in Memmingen, Ulm und Neu-Ulm stark

Hier lässt es sich leben

Schnelles Internet, Ärzte, Schulen, Verkehr und Freizeitangebote: Ein neues bundesweites Ranking zeigt, wie gut Städte und Gemeinden bei der Daseinsvorsorge aufgestellt sind. Für die Region fällt das Bild sehr unterschiedlich aus.

Während vor allem die größeren Orte in Schwaben bundesweit weit vorne landen, schneiden einige kleinere Gemeinden deutlich schwächer ab. Das Institut der deutschen Wirtschaft hat im „IW-Gemeindecheck Daseinsvorsorge“ insgesamt 10.817 Gemeinden in Deutschland untersucht. Bewertet wurden 17 Indikatoren aus den Bereichen Bildung, Gesundheit, Mobilität, Digitalisierung und Freizeit. Dazu zählen unter anderem die Erreichbarkeit von Ärzten, Apotheken, Schulen, Kitas, Bahnanbindungen, Autobahnen, Flughäfen, Schwimmbädern, Museen und Theatern sowie Mobilfunkabdeckung und Breitbandverfügbarkeit.

Memmingen bundesweit auf Platz fünf

Besonders stark schneidet Bayerisch-Schwaben ab. Memmingen landet bundesweit auf Rang 5 und gehört damit zu den am besten versorgten Kommunen in ganz Deutschland. Ebenfalls weit vorne liegen Kempten auf Rang 22, Memmingerberg im Unterallgäu auf Rang 41 und Benningen, ebenfalls im Unterallgäu, auf Rang 45.

Weißenhorn im Landkreis Neu-Ulm kommt auf Rang 110. Ulm erreicht bundesweit Rang 185, Neu-Ulm Rang 190. Langenau im Alb-Donau-Kreis kommt auf Rang 238.

Auffällig ist: Nicht nur große Städte schneiden gut ab. Auch kleinere Orte profitieren im Ranking, wenn sie bei mehreren Kategorien gleichzeitig stark sind – etwa durch gute Erreichbarkeit, Nähe zu Infrastruktur oder starke Werte bei Gesundheit und Freizeit.

Kleine Gemeinden häufiger am Ende des Rankings

Trotzdem finden sich am unteren Ende des Rankings viele kleineren Gemeinden wieder. In der Region liegen unter anderem Balderschwang im Oberallgäu, Emeringen im Alb-Donau-Kreis, Kirchhaslach im Unterallgäu und Aichen im Landkreis Günzburg weit hinten. Sie werden im Ranking als „sehr schlecht“ versorgt eingestuft.

52 Orte im DONAU-3-FM-Gebiet „sehr gut“

Eine Auswertung der IW-Rohdaten für die Region um Ulm zeigt: Von 244 betrachteten Kommunen in Ulm, dem Alb-Donau-Kreis, den Landkreisen Biberach, Heidenheim, Neu-Ulm, Günzburg, Unterallgäu und Oberallgäu werden 52 als „sehr gut“ eingestuft. 69 Orte gelten als „gut“, 61 als „mittel“, 37 als „schlecht“ und 25 als „sehr schlecht“.

Was das Ranking aussagt – und was nicht

Das IW-Ranking ist kein direkter Glücks- oder Wohlfühlvergleich. Es zeigt vor allem, wie gut Menschen vor Ort an wichtige Angebote des täglichen Lebens angebunden sind. Gerade ländliche Gemeinden können deshalb schlechter abschneiden, wenn Ärzte, Schulen, Bahnanschlüsse oder Freizeitangebote weiter entfernt sind.

Bundesweiter Spitzenreiter ist Haar bei München. Schlusslicht des Rankings ist Hirschthal in Rheinland-Pfalz.

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