Wer in Ulm an Gold Ochsen denkt, denkt an Bier mit Tradition. Bald gehört dazu auch wieder ein Ort, an dem genau diese Tradition gelebt werden kann. Mit dem offiziellen Spatenstich ist gestern der Startschuss für den Bau der neuen Brauereigaststätte „Zum Goldenen Ochsen“ gefallen.
Direkt neben der Brauerei am Michelsberg entsteht in den kommenden Monaten ein neues Zuhause für Bierliebhaber, Genießer und alle, die schwäbische Wirtshauskultur mögen.
Für Gold-Ochsen-Chefin Ulrike Freund ist der Baubeginn etwas Besonderes. Seit Jahren verfolgt die Brauerei die Idee eines eigenen Gasthauses – jetzt wird daraus Realität.
„Zu einer Brauerei gehört auch ein eigener Brauereigasthof.“
Bis zur Umsetzung war allerdings Geduld gefragt. Lieferengpässe, Fachkräftemangel und langwierige Genehmigungen hatten das Projekt immer wieder verzögert.
Die neue Gaststätte entsteht rund um ein historisches Gebäude aus dem 19. Jahrhundert, das viele Jahre ungenutzt war. Es wird umfassend saniert und durch einen modernen Anbau ergänzt. Auch die historischen Bier- und Weinkeller auf dem Gelände bleiben Teil des Konzepts.
So verbindet Gold Ochsen seine Geschichte mit einer modernen Gastronomie.
Künftig finden rund 200 Gäste Platz – etwa 90 im Gasthaus und weitere Plätze im Biergarten. Dazu kommt ein Veranstaltungsraum für Feiern, Hochzeiten oder Tagungen.
Ein Highlight wird die Schankanlage: Bis zu zwölf verschiedene Gold-Ochsen-Biere sollen dort frisch gezapft werden. Auf der Speisekarte stehen passend dazu schwäbische Klassiker wie Linsen mit Spätzle, Wurstsalat oder Schweinshaxe.
Einen festen Eröffnungstermin gibt es noch nicht. Wenn alles nach Plan läuft, könnten bereits im Spätsommer 2027 die ersten Besucher im Biergarten sitzen.
Wer die Gaststätte später betreibt, ist ebenfalls noch offen. Für Ulrike Freund zählt dabei vor allem eines:
„Wir wollen jemanden, der gut kocht und der das Bier schön anbietet.“
Der „Goldene Ochse“ soll künftig weit mehr sein als ein klassisches Wirtshaus. Geplant sind Brauereiführungen, Bierseminare und Verkostungen. Durch die direkte Nähe zur Brauerei, zur Wilhelmsburg und mit Blick auf die Landesgartenschau 2030 soll hier ein neuer Treffpunkt für Ulm entstehen.
Mit dem gestrigen Spatenstich hat dieses Projekt nun endgültig begonnen und ein Stück Ulmer Brauereigeschichte bekommt nach Jahrzehnten ein neues Kapitel.