JSEC: Ulmer Nato-Kommando gewinnt an Bedeutung

Dem Ulmer Bundeswehr-Standort mit seinem neuen Nato-Kommando, dem JSEC, kommt künftig immer mehr Bedeutung zu.

Das hat uns der Befehlshaber des Kommandos, Generalleutnant Jürgen Knappe vor der heutigen sicherheitspolitischen Veranstaltung im Ulmer Kornhaus gesagt: „Man muss zur Kenntnis nehmen, dass in Zukunft das Joint Support and Enabling Command als NATO Kommando ein Leuchtturmprojekt der deutschen Verteidigungspolitik ist. Weil Deutschland damit der NATO ein eigenes Kommando bereitstellt.“

Zusammen mit dem Multinationalen Kommando Operative Führung sind auf der Ulmer Wilhelmsburg rund 400 Soldaten aus 20 Nationen aktiv: „Wenn man die Truppenstärke beider Kommandos zusammennimmt, dann denke ich, dass das so in etwa blieben wird. Es wird sich allerdings der Schwerpunkt verschieben. Das Joint Support and Enabling Command wird deutlich größer werden, als es heute ist und das Multinationale Kommando wird personell kleiner werden. Aber ich hoffe, dass wir dort ein qualitativ hochwertiges, allerdings deutlich kleineres Element halten werden.“

Was das Ulmer Kommando so alles kann, das kann es in den nächsten Wochen bei der Übung Defender Europe 2020 unter Beweis stellen. Dazu werden 20.000 US-Soldaten nach Europa verlegt: „Eigentlich ist das für mich eine Übung, bei dem das JSEC sein ganzes Aufgabenspektrum entwickeln wird. Da wir allerdings erst im Aufbau sind, kommt die Übung für mich eigentlich zu früh. Es ist aber auf der anderen Seite ein exzellente Gelegenheit, um, unsere zukünftigen Aufgaben in einer ganz engen Kooperation mit den amerikanischen Truppen zu üben.“

17.000 in Europa bereits stationierte US Soldaten kommen noch hinzu. Von der Übung selbst werden wir hier aber so gut wie nichts mitbekommen: „Der Ulmer Bürger wird eigentlich von der Übung nichts mitbekommen. Es sei denn es würden Truppenverlegungen durch Baden-Württemberg und durch Ulm gehen, oder durch die Nähe von Ulm. Das JSEC wird seine Aufgabe von hier aus wahrnehmen, wo diese Bewegungen stattfinden ist davon völlig unabhängig. Nur wir können diese Aufgabe von Ulm aus wahrnehmen, weil wir ja die Koordinationsaufgabe über alle NATO Länder wahrnehmen im rückwärtigen Raum.“

An der Groß-Übung beteiligen sind 18 Nationen. Geographischer Schwerpunkt ist der osteuropäische Raum.

Foto: Jürgen Knappe / Multinationales Kommando Operative Führung Ulm

The post JSEC: Ulmer Nato-Kommando gewinnt an Bedeutung appeared first on DONAU 3 FM.

Das könnte Dich auch interessieren

26.05.2026 Landkreis Günzburg fragt Bürger nach Ideen für besseren Nahverkehr Der neue Nahverkehrsplan soll festlegen, wie sich der öffentliche Nahverkehr im Landkreis weiterentwickelt. Dabei geht es unter anderem um Busverbindungen, Barrierefreiheit und die bessere Verknüpfung von Bus, Bahn, Fahrrad und Auto. Jetzt startet der Landkreis eine digitale Bürgerbeteiligung. Über die Plattform können Bürger angeben, wo es im Nahverkehr Probleme gibt, welche Verbindungen fehlen oder welche 26.05.2026 Motorradfahrer prallt bei Pfuhler Baggersee frontal gegen Transporter Nach Angaben der Polizei war der 22-Jährige vom Neu-Ulmer Stadtteil Pfuhl in Richtung Thalfingen unterwegs. Kurz nach dem Parkplatz am Pfuhler Baggersee verlor er nach bisherigen Erkenntnissen vermutlich wegen seiner Geschwindigkeit die Kontrolle über sein Motorrad. Der Motorradfahrer geriet auf die Gegenfahrbahn, stürzte und prallte dort gegen ein entgegenkommendes Zustellerfahrzeug. Der 22-Jährige wurde mittelschwer verletzt 26.05.2026 SSV Ulm 1846 Fussball stellt Plan für Saisoneröffnung vor Am 19.07. findet erneut der SSV-Gottesdienst im Ulmer Münster statt, anschließend testen die Spatzen im Donaustadion gegen den FC Bayern München II. Rund um den Schwörsonntag wird es auch wieder ein buntes Rahmenprogramm geben. Die Details: 12:00 Uhr | SSV-Gottesdienst im Ulmer Münster Der Tag beginnt im Herzen Ulms mit einem gemeinsamen Gottesdienst. Die Spatzenfamilie 26.05.2026 IW-Gemeindecheck: Versorgung in Memmingen, Ulm und Neu-Ulm stark Während vor allem die größeren Orte in Schwaben bundesweit weit vorne landen, schneiden einige kleinere Gemeinden deutlich schwächer ab. Das Institut der deutschen Wirtschaft hat im „IW-Gemeindecheck Daseinsvorsorge“ insgesamt 10.817 Gemeinden in Deutschland untersucht. Bewertet wurden 17 Indikatoren aus den Bereichen Bildung, Gesundheit, Mobilität, Digitalisierung und Freizeit. Dazu zählen unter anderem die Erreichbarkeit von Ärzten,