Jugend fordert Mitbestimmung: Schulstreik gegen Wehrpflicht - auch in Ulm, Kempten und Ravensburg

Jugend fordert Mitbestimmung

Schülerinnen und Schüler protestieren heute bundesweit in über 100 Städten gegen den neuen Wehrdienst. Sie fordern Mitbestimmung, Frieden und echte Zukunftsperspektiven. Die Aktionen bleiben friedlich und gewaltfrei. Auch in Ulm, Kempten und Ravensburg sind Aktionen geplant.

Heute gehen Schülerinnen und Schüler bundesweit in über 100 Städten auf die Straße, um gegen den neuen Wehrdienst zu protestieren. Schon beim ersten Schulstreik vor drei Monaten waren rund 55.000 Menschen dabei. Das Gesetz für den Wehrdienst gilt seit Anfang des Jahres.

In Ulm treffen sich die Demonstrierenden an der Valkenburgschule um 9:30 Uhr. Auch in Stuttgart, Tübingen, Reutlingen, Kempten und Ravensburg sind Aktionen geplant. In Kempten startet der Protest am Rathaus um 10 Uhr, in Reutlingen am Goethe-Gymnasium um 11:15 Uhr. Ziel ist es, auf die Wehrpflicht aufmerksam zu machen und Mitbestimmung einzufordern.

Schulpflicht bleibt bestehen

Viele fragen: Dürfen Schüler für den Streik fehlen? Laut Kultusministerium gilt die Schulpflicht weiterhin. Beurlaubungen oder Entschuldigungen der Eltern für die Teilnahme an Demonstrationen sind nicht erlaubt. Welche Folgen ein Fehlen hat, hängt von der Schule ab, das Ministerium betont aber, dass Schulleitungen verantwortungsvoll mit Fehlzeiten umgehen.

Jugend fordert Mitbestimmung

Der Schulstreik richtet sich gegen die neue Regelung des Wehrdienstes. Männer müssen Fragebögen ausfüllen und sich gegebenenfalls zur Musterung melden, Frauen können freiwillig teilnehmen. Der Wehrdienst selbst ist aktuell freiwillig, eine verpflichtende Bedarfswehrpflicht könnte später eingeführt werden.

Die Jugendlichen betonen in einer Pressemitteilung:

Wir haben ein Recht darauf, selbst zu bestimmen, welchen Weg wir gehen. Wir wollen Mitbestimmung über unsere Zukunft, Frieden und echte Perspektiven – und lassen uns nicht in militärische Strukturen drängen.

Die Organisatoren unterstreichen, dass die Aktionen friedlich und gewaltfrei ablaufen sollen.

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