Jugendliche mit Waffen überfallen - 13- und 15-Jährige festgenommen

Sie schossen mehrmals in die Luft

Sie sollen am Bahnhof in Laichingen (Alb-Donau-Kreis) mit Schreckschusswaffen um sich geschossen und Jugendliche überfallen haben. Die Polizei hat am Dienstag einen 13- sowie einen 15-Jährigen vorläufig festgenommen.

Am Dienstag, gegen 19 Uhr, meldeten Zeugen der Polizei, dass mehrere Jugendliche am Bahnhof in Laichingen mit Schreckschusswaffen schießen würden. Zudem soll die Gruppe drei Jugendliche attackiert und bestohlen haben. Die Polizei rückte mit mehreren Streifen aus.

Den Polizisten gelang es zwei Verdächtige, einen 13-Jährigen sowie einen 15-Jährigen, vorläufig festzunehmen. Am Bahnhof attackierten sie wohl unmittelbar zuvor drei Jugendliche, die auf einer Bank saßen. Die Angreifer versuchten wohl den Jugendlichen Taschen zu entreißen, wie die Polizei mitteilt.

Einem Jugendlichen stahlen sie die Mütze. Dabei schlugen sie auch mit Fäusten zu. Die Geschädigten erlitten leichte oberflächliche Verletzungen. Als Passanten einschritten zogen mehrere der Angreifer Schreckschusswaffen aus dem Hosenbund.

Dann schossen sie mehrmals in die Luft und flüchteten in Richtung Stadtmitte.

Die Kriminalpolizei Ulm nahm die weiteren Ermittlungen auf. Die Ermittlungen werden in diesem Fall von Mitarbeitenden des „Haus des Jugendrechts“ geführt. Die beiden vorläufig Festgenommen wurden noch am Abend ihren Erziehungsberechtigten übergeben.

Hintergrundinformation

Das Haus des Jugendrechts nahm seine Arbeit im Januar 2020 auf und ist für die Bearbeitung von Straftaten, die von Kindern, Jugendlichen und Heranwachsenden im Stadtgebiet Ulm und Umgebung begangen wurden, zuständig.

Unter einem Dach vereint arbeiten Polizei, Staatsanwaltschaft und Jugendhilfe in Strafverfahren behördenübergreifend vertrauensvoll zusammen. Sie verfolgen dabei u.a. die Ziele, Jugendkriminalität wirksam zu bekämpfen, die Jugendstrafrechtspflege durch Verkürzung der Verfahrensdauer weiter zu entwickeln und schneller und abgestimmter auf delinquentes Verhalten zu reagieren und dadurch zugleich den Opferschutz zu stärken.

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