Die TTF Liebherr Ochsenhausen sind mit einem Ausrufezeichen in die Rückrunde der Tischtennis-Bundesliga gestartet. Beim TTC Zugbrücke Grenzau feierte der Titelverteidiger am 12. Spieltag einen überraschend deutlichen Auswärtssieg – und das trotz des Fehlens von Topspieler Shunsuke Togami. Mit dem Erfolg festigten die Oberschwaben ihren Platz in den Play-off-Rängen und unterstrichen eindrucksvoll die Breite und Qualität ihres Kaders.
Von Beginn an zeigte Ochsenhausen, dass man auch ohne seinen japanischen Spitzenspieler konkurrenzfähig ist. Leonardo Iizuka und Iulian Chirita eröffneten den Abend jeweils mit 3:1-Siegen, obwohl beide zunächst einen Satz abgaben. Während Chirita sich nach kurzer Anpassungsphase souverän gegen Luka Mladenovic durchsetzte, sorgte vor allem Iizuka für Begeisterung im TTF-Lager. Der junge Brasilianer holte gegen Feng Yi-Hsin seinen ersten Saisonsieg und bestätigte damit sein großes Potenzial.
Den Schlusspunkt setzte Andreas Levenko, der sich in einem engen Match gegen Maciej Kubik im Entscheidungssatz durchsetzte. Dass alle drei eingesetzten Ochsenhausener Spieler punkteten, war ein starkes Signal – sowohl an die Konkurrenz als auch nach innen.
Nach zwölf Spieltagen stehen die TTF punktgleich mit dem 1. FC Saarbrücken-TT und haben sich ein kleines Polster auf die direkten Verfolger erarbeitet. Besonders erfreulich aus Ochsenhausener Sicht: Die jungen Spieler übernehmen zunehmend Verantwortung und zahlen das Vertrauen mit starken Leistungen zurück. Neben Chirita und Iizuka konnte auch Tiago Abiodun in seinen bisherigen Einsätzen sein Können andeuten.
Während Grenzau nun im Tabellenkeller um wichtige Punkte kämpfen muss, richtet sich der Blick der TTF nach vorne. Mit dem gelungenen Rückrundenauftakt im Rücken wollen die Oberschwaben ihren Weg konsequent fortsetzen – mit Teamgeist, Entwicklung und dem klaren Ziel, auch in dieser Saison wieder ein Wort im Titelkampf mitzureden.