Kampf dem Elterntaxi: Baden-Württemberg testet autofreie Schulstraßen

autofrei

Jedes vierte Grundschulkind wird mit dem Auto gebracht. Mit autofreien Schulstraßen sagt Baden-Württemberg dem Elterntaxi-Chaos den Kampf an.

Autos sind auf dieser Straße verboten: In Kirchheim unter Teck wird eine der ersten Schulstraßen Baden-Württembergs erprobt. Heißt: Zu Schulbeginn und -ende ist der Abschnitt vor einer Schule am Mittwoch für Fahrzeuge gesperrt. Das Ziel ist mehr Sicherheit für Kinder und weniger Chaos durch sogenannte Elterntaxis. Denn jedes vierte Grundschulkind in Deutschland wird laut ADAC Stiftung meistens zur Schule gefahren. Das kritisieren nicht nur Schulen, Anwohner und Eltern, sondern auch die Politik.

Seit August können Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg rechtssicher Schulstraßen und Schulzonen einführen. Bei Schulstraßen können ein oder mehrere Straßenabschnitte an Schulen zu Beginn und Ende des Unterrichts für eine begrenzte Zeit für Autos gesperrt werden. In einer Schulzone wird eine Straße dauerhaft für den Verkehr gesperrt.

Kirchheim unter Teck zählt zu den ersten Kommunen, die das testet. Den Test macht der Freihof Schulkomplex mit Grund- und Realschule. Zum Auftakt waren Innenminister Thomas Strobl (CDU) und Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) dabei. In Ulm gibt es laut Verkehrsministerium schon seit 2023 Schulstraßen.

Jeden Tag ein Unfall auf dem Schulweg

Mit der Einführung von Schulstraßen und Schulzonen reagiert das Land auf häufig chaotische Verkehrssituation vor Schulen durch sogenannte Elterntaxis mit unübersichtlichem Parken und hohem Unfallrisiko. Das Pilotprojekt in Kirchheim unter Teck soll Erkenntnisse für eine breitere Umsetzung im ganzen Land liefern.

«Wir wollen die sogenannten Elterntaxis deutlich reduzieren. Denn wenn Kinder aktiv sind, kennen sie sich besser im Verkehr aus, sie bleiben gesund und bewegen sich», hatte der Verkehrsminister erklärt. Nach Angaben des Ministeriums sind im vergangenen Jahr 378 Verkehrsunfälle auf dem Schulweg registriert worden. Das waren weniger als im Jahr zuvor (2023: 423). Wie oft chauffierende Eltern beteiligt waren, ist unklar.

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