Kann ich ein Alpaka als Haustier halten?

Alpaka-Liebe

Eine wirklich wichtige Frage, wenn man die flauschigen Vierbeiner so sehr liebt. Aber geht das: Mein persönliches Alpaka im Garten?

Wer liebt sie nicht, diese putzigen Tiere, mit ihren großen Glupschaugen. Alpakas haben einen regelrechten Internet-Hype ausgelöst, sodass viele am liebsten die weichen Vierbeiner als Haustier haben wollen.

Darf man das überhaupt?

Alpakas freuen sich immer größerer Beliebtheit.

Zunächst das Wichtigste: Alpakas sind Herdentiere, das heißt, sie leiden ohne ihre Alpaka-Freunde. Ein einzelnes Alpaka als Haustier zu halten, ist im Tierschutzgesetz verboten:

§ 2 Wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat,

1. muss das Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen

Wer aber  mindestens zwei Alpakas halten will, der kann das.

Doch der kleine Garten hinter dem Haus reicht nicht aus. Alpakas brauchen viel Platz, denn die flauschigen Vierbeiner kommen aus Südamerika und lieben ihre Bewegungsfreiheit. Um sich ordentlich die Hufe zu vertreten, brauchen zwei Alpakas eine Grasfläche von mindestens 1.000 Quadratmetern, wie der Focus schreibt. Für jedes weitere Alpaka kommen nochmal 100 Quadratmeter dazu. Allerdings wäre noch mehr Weideplatz für die knuffigen Tiere besser.

Zusätzlich zu der Weidefläche brauchen Alpakas auch einen Stall, am besten einen offenen, in welchen sie jederzeit rein und raus können. Dieser muss, wie jeder Stall, täglich mit frischem Stroh ausgelegt werden. Auch hier gilt: je größer, desto besser. Mindestens 2 bis 3 Quadratmeter sollte für jedes Tier zur Verfügung stehen. Hier ist es wichtig, dass der Unterstand auch von der Landesbauordnung genehmigt wird. Am besten holt ihr euch die Baugenehmigung, bevor ihr die flauschigen Freunde kauft, klärt  die Rechtsschutzversicherung ADVOCARD auf. Apropos, Alpakas kaufen: Ein Tier kostet mindestens 5.000 Euro.

Anders als Lamas, spucken Alpakas nur selten. Man sollte sie allerdings nicht am Kopf oder an den Beinen streicheln, das mögen sie gar nicht.

Wenn das alles geklärt ist, müsst ihr nur noch zum Veterinäramt. Dort reicht ihr euer polizeiliche Führungszeugnis und einen Sachkundenachweis ein. Der Sachkundenachweis ist wichtig, da Alpakas keine heimischen Nutztiere sind. Ihr müsst also zeigen, dass ich euch mit Alpakas auskennt. Wenn das alles geschafft ist, dann können eure flauschigen Freunde einziehen.

Die Haltung von Alpakas ist relativ leicht. Sie haben ein sehr dichtes Fell, deshalb müssen sie regelmäßig geschoren werden. Außerdem müssen sie jederzeit Zugang zu frischem Wasser und mehreren Fressplätzen mit Heu haben. Zusätzlich muss Buch geführt werden über Herdengröße und Medikamentengabe.

Die kurze Antwort ist also: Ja! Ihr könnt Alpakas als Haustiere halten. Allerdings muss man einiges bei der Anschaffung und Haltung beachten:

- mindestens zwei Alpakas

- eine große Weidefläche mit geräumigem Stall

- die Vorlage des Sachkundeausweises und das polizeiliche Führungszeugnis beim Veterinäramt

 

Wem das jetzt doch alles zu viel Aufwand ist, kann auch einfach eine geführte Alpaka-Wanderung im Raum Ulm machen.

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