Kann ich am Karfreitag tanzen gehen?

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Die Karwoche ist die Woche vor Ostern. Sie ist ist im christlichen Glauben eine der wichtigsten Wochen des Jahres. Ist das Tanzen in der ganzen Woche verboten? Und warum?

Die Karwoche ist immer die Woche vor Ostern und ist ein christlicher Feiertag. Der Name Karwoche leitet sich vom althochdeutschen Wort "chara" ab, was "Kummer" oder "Trauer" bedeutet. Sie wird auch die "stille Woche“ genannt. Die Karwoche beginnt an dem Palmsonntag, dem Sonntag vor Ostern, und endet am Ostersonntag, mit dem Osterfest. Aber kann ich in der Woche tanzen gehen?

Gibt es ein Tanzverbot in der Karwoche?

Die westlichen Länder sind vom christlichem Glauben geprägt. Christen gedenken in der Karwoche an den Tod Jesu. Ausgelassene Feiern und Partys sind deshalb gesetzlich verboten. In Baden-Württemberg gibt es am Gründonnerstag, 18 Uhr bis Karsamstag, 20 Uhr ein Tanzverbot. In Bayern von Gründonnerstag 2 Uhr bis Karsamstag um 24 Uhr.

Das Tanzverbot betrifft nicht nur das Tanzen, sondern auch Tanz- und andere öffentliche Veranstaltungen. Dazu gehören auch Sportveranstaltungen oder, beispielsweise in Bayern, musikalische Veranstaltungen in Räumen mit Schankbetrieb. Verstöße gelten als Ordnungs­wid­rigkeit und können in Baden-Württemberg eine Geldstrafe bis zu 1500 Euro nach sich ziehen – in Bayern kann das Bußgeld sogar 10.000 Euro betragen, so die Deutsche Anwaltsauskunft.

Was ist die Karwoche?

In der Karwoche gedenken Christen besonders dem Leiden, Sterben und der Auferstehung von Jesus Christus. In dieser Woche liegen die Feiertage Gründonnerstag, Karfreitag und Karsamstag.

Am Gründonnerstag erinnert an das letzte Abendmahl, bei dem Jesus mit seinen zwölf Jüngern vor seinem Tod aß. Aus diesem letzten Abendmahl entwickelte sich das Heilige Abendmahl, das noch heute in jedem christlichen Gottesdienst abgehalten wird.

Der Karfreitag ist in Baden-Württemberg und Bayern ein gesetzlicher Feiertag. Die Christen glauben, dass an diesem Tag Jesus zum Tode verurteilt und gestorben ist. In Ulm und Neu-Ulm findet ein lebendiger Kreuzweg statt, bei dem die Verurteilung und Kreuzigung Jesu nachgestellt wird. An diesem Tag haben auch die Geschäfte in Baden-Württemberg und Bayern geschlossen.

Der Karsamstag gilt als der Tag der Grabesruhe, in dem Jesus im Grab lag. Anders als der Karfreitag ist dieser Tag kein gesetzlicher Feiertag, die Geschäfte haben auch wieder geöffnet. In der Nacht von Karsamstag auf Ostersonntag gibt es die Osternacht. Bei dieser wird die Auferstehung Jesu gefeiert. Damit endet auch die Karwoche.

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