Mehrere hundert Euro im Monat für die Kinderbetreuung – das ist für viele Familien längst Realität. Laut einer Elternbefragung empfinden 57 Prozent die Kita-Beiträge als hohe oder sehr hohe Belastung. Der Landeselternbeirat Kindertagesbetreuung fordert deshalb eine grundlegende Reform. Frühkindliche Bildung müsse stärker als Teil des Bildungssystems gesehen werden – und nicht nur als Aufgabe der Kommunen.
In Ulm hängt der Beitrag unter anderem vom Einkommen, von der Zahl der Kinder und von der Betreuungszeit ab. Heißt: Familien mit niedrigerem Einkommen zahlen weniger, Familien mit höherem Einkommen mehr. Auch Geschwister können den Beitrag senken.
Im Alb-Donau-Kreis gibt es keine einheitliche Kita-Gebühr. Jede Stadt und Gemeinde legt ihre Beiträge selbst fest. Ein Beispiel ist Erbach: Dort kostet ein Ganztags-Krippenplatz mit 40 bis 50 Stunden pro Woche für eine Familie mit einem Kind aktuell 967 Euro im Monat. Essen kommt noch dazu. Die Gebühr wird dort elf Monate im Jahr erhoben.
Landesweit sind die Unterschiede also sehr groß. Für zwei Kinder liegen die Betreuungskosten häufig bei rund 500 Euro im Monat, je nach Betreuung kann es aber deutlich teurer werden.
Der Landeselternbeirat fordert deshalb eine grundlegende Reform. Frühkindliche Bildung soll stärker als Teil des Bildungssystems behandelt werden – unabhängig davon, in welcher Stadt oder Gemeinde eine Familie lebt.