Kleinen Lieblinscafés bringen Corona-Lockerungen nichts

Heute dürfen endlich die Restaurants und Cafés in Baden-Württemberg wieder aufmachen, in Bayern erstmal nur die Biergärten und alles, was draußen steht. Überall gelten Auflagen, also Abstand zwischen den Tischen und weniger Gäste. Den kleinen „Lieblingscafes von nebenan“ bringt das alles aber so gut wie gar nichts. Da dürften nur so wenige Gäste rein, dass sich irgendein Öffnen finanziell überhaupt nicht lohnt.

Die DONAU 3 FM Reporter waren in Biberach in der Kaffeebühne, in Neu-Ulm in der Naschkatze und in Günzburg in der Herzdame - und haben dort die Lage gecheckt.

Café Herzdame in Günzburg

Madeleine Le Claire vom Café Herzdame in Günzburg hat eine klare Forderung an die Politik: "Ich möchte einfach, dass wir speziell für die Gastronomie weitere Förderungen bekommen. Und mit hilft dann kein Kredit, den ich danach dann auch noch zahlen muss. Ich bin Gründerin, ich habe meinen Gründerkredit, den ich schon zahlen muss. Ich möchte, dass wir anderweitig unterstützt werden, denn ein Einzelhandel, der nach ein paar Wochen wieder aufmacht, verkauft wahrscheinlich trotzdem seine drei Jeans, aber ich kann nicht drei Gäste auf einmal bedienen, weil ich hab ja gar nicht mehr Platz."

Der Herzdame bringt auch die in Bayern jetzt mögliche Außenbewirtschaftung nichts, dafür gibt’s nämlich in der Kapuzinergasse auch keinen Platz.

Café Naschkatze in Neu-Ulm

Das Café Naschkatze in Neu-Ulm ist zwar klein, aber normalerweise immer rammelvoll. Betreiber Marc Ender bringen die Lockerungen auch quasi gar nichts. Nur draußen bedienen macht für ihn jetzt keinen Sinn: "Das ist alles zu kurzfristig, wie soll ich denn so kurzfristig aufmachen? Ich muss ja planen. Ich muss einkaufen, ich muss Geld in die Hand nehmen, und hier alles mit Ware ausstaffieren. Wenn ich die dann nachher nicht verkaufe, dann schmeiß ich sie weg - und das sind Lebensmittel!"

Kaffeebühne in Biberach

Auch die Kaffeebühne in Biberach hat zu kämpfen. Weder der runde Tisch im Rathaus, noch die offiziellen Lockerungen, in Baden-Württemberg für innen und außen, bringen Peter Grunwald eine sinnvolle Aussicht. Ihn ärgert vor Allem, dass die Gastronomie vom Handel politisch so abgekoppelt wird: "Von einer Gastronomie in einer Innenstadt leben auch die anderen Geschäfte. Wenn wir zum Einkaufen, zum Shoppen gehen, dann möchte ich anschließend einen Kaffee trinken oder einen Kuchen essen. Das gehört zum Shoppen einfach dazu. Und das kriegen wir nur hin, wenn wir die Gastronomie unterstützen und mehr stärken - und nicht nur einzelne Branchen, von denen wir jeden Tag was hören."

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